BERLINER RESONANZEN Der Newsletter des Landesmusikrats Berlin e.V.
 
 
REDEZEIT Im Gespräch mit Tobias Rempe KONKRET WERDEN Musikpolitik MUSIK FÜR ALLE Aus unseren Projekten ENGAGIERT LMR-Mitglieder berichten MUSIK UND LITERATUR Unser Buchtipp MUSIK IM KINO Unser Filmtipp STELLENANGEBOTE TERMINE
 
 
EDITORIAL
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
 
Berlin wählt am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus und entscheidet damit auch über den Stellenwert der Musik in dieser Stadt. Das ist doch noch lange hin? Nicht für den Landesmusikrat Berlin. Wir sind im Wahlkampfmodus – und das heißt: Wir liefern Ihnen die notwendigen Informationen und die Orientierung in der Kakophonie der Positionen. Mit Podiumsdiskussionen und jeder Menge Material auf unserer Webseite. Damit Sie sich selbst ein Bild verschaffen können, wer produktive Konzepte für den Erhalt des unvergleichlichen Berliner Musiklebens hat und wer nicht. Zur Musikstadt Berlin gehört die Basis – der Musikunterricht an den Schulen, die Musikschulen, die Amateurszene – genauso wie die Spitzenensembles. Tobias Rempe, Intendant des Konzerthauses Berlin, spricht darüber im Interview für diesen Newsletter. In der Musik verhält es sich ähnlich wie im Sport: Es gibt herausragende Leistungsträger:innen ebenso wie die breite Basis engagierter Ausübender. Ob jemand den Sportverein oder gemeinsames Musizieren bevorzugt, unterscheidet sich im Grunde nicht. Es geht um das Gemeinschaftserlebnis – das Team oder das Ensemble. Es geht um regelmäßiges Trainieren oder eben Proben. Es geht um den Pokal oder den Auftritt. Es braucht Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit - für sich und für die Gemeinschaft. Doch ohne gute Rahmenbedingungen geht es nicht. Genügend Musikunterricht, eine abgesicherte Musikschule, kostenfreie Räume für Amateurensembles – das sind die Grundlagen für alles andere. Musik braucht viele Stimmen – auch Ihre.

Herzliche Grüße

Andreas Köhn
(Schatzmeister im Präsidium des Landesmusikrats Berlin)
REDEZEIT
 
"Wir brauchen Dynamik, Perspektiven und eine positive Kraft" Im Gespräch mit Tobias Rempe
 
Schon in Hamburg erfand Tobias Rempe neue Aufführungs-Formate und schuf musikalische Räume jenseits bekannter Konzertsäle. Seit Beginn der Saison 2025/26 ist der studierte Geiger und erfahrene Kulturmanager Intendant des Konzerthauses Berlin. Seine Ziele verfolgt er nun an einem der traditionsreichsten und schönsten Häuser Berlins.
 
Welches musikalische Erlebnis hat Sie zuletzt begeistert?
Gerade erst das Konzerthausorchester mit Dvořáks 8. Sinfonie und unserem Ehrendirigenten Iván Fischer. Das Orchester hat unglaublich frei musiziert, so habe ich die Achte lange nicht mehr gehört.
 

Wie schaffen Sie es, junge Leute für Klassik zu interessieren?
Das Konzerthaus Berlin war immer schon in Bewegung und interessiert daran, neue Formate und neue Zugangswege auszuprobieren. Darüber hinaus ist Joana Mallwitz eine Künstlerin, die es schafft, ganz besonderes Interesse bei jungem Publikum zu wecken. Sie ist einzigartig darin, das Publikum so anzusprechen, dass die Distanz zwischen Bühne und Saal aufgehoben ist. Die Kunstform, die wir präsentieren, hat eine jahrhundertelange Tradition. Gerade deshalb ist es wichtig, dabei in der Gegenwart zu sein. Wie wir Klassik in Zusammenhänge bringen und was wir mit unseren Konzertprogrammen erzählen, hat mit unserem heutigen Leben zu tun.
 

Zu den neuen Formaten gehört „Berlin Tracks“. Dabei treten Künstler:innen im Konzerthaus auf, die sonst in anderen Musikszenen zu Hause sind.
Das Konzerthaus hat den Anspruch, ein Haus für Menschen in ganz Berlin zu sein. Mit „Berlin Tracks“ wollen wir dem noch näherkommen. In Berlin arbeiten unglaublich viele Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichsten Hintergründen und auch im Randbereich dessen, was wir unter klassischer Musik verstehen. Mit der neuen Reihe gehen wir der musikalischen Weiterentwicklung nach und können dabei aus der Vielfalt schöpfen, die Berlin zu bieten hat. „Berlin Tracks“ hat einen Nerv getroffen, bislang war alles bis auf den letzten Platz ausverkauft. Gerade hatten wir die Musikerin Derya Yildirim auf der Bühne, zusammen mit Avi Avital und dem Ensemble Resonanz.
 

Berlin galt immer als Metropole mit viel Raum für Kreativität. Gibt es diese Freiräume noch?
Ich glaube schon. Keine Frage, die Bedingungen sind härter geworden sind, es gibt Grund für Sorgen und auch Klagen. Es gibt Nöte, die Stimmung ist nicht immer gut. Aber wenn man auf die Substanz guckt, die Berlin zu bieten hat, dann ist das immer noch unglaublich viel. Es ist immer noch eine unglaublich kulturreiche Stadt, auf unterschiedlichsten Ebenen. Institutionen, freie Szene, Clubkultur. Alles ist superdicht, supervielfältig, superunübersichtlich auch. Das kann anstrengend sein, ist aber auch faszinierend. Wir müssen auf diesen Reichtum aufpassen, um ihn zu bewahren. Es muss weitergehen, wir brauchen Dynamik, Perspektiven und eine positive Kraft.
 
Was hat das mit den Rahmenbedingungen zu tun?
Sehr viel. Und da ist Vertrauen verloren gegangen, als im November 2024 die großen Einsparungspläne hne Dialog veröffentlicht wurden. Wir stehen heute woanders und sind wieder im Gespräch. Aber dieser Moment sitzt bei einigen noch tief.
 

Wie fördert das Konzerthaus den musikalischen Nachwuchs?
Wir haben mit dem „Jungen Konzerthaus“ ein reichhaltiges Vermittlungsprogramm für alle Altersgruppen vom Kita-Kind bis zu jungen Erwachsenen. Und wir fördern junge Musikerinnen und Musiker am Beginn ihrer Karriere etwa in unseren Espresso-Konzerten, das ist eine Chance für sie, wahrgenommen zu werden.
 
Das Konzerthaus hat auch ein Amateurorchester, das Publikumsorchester. Welche Bedeutung haben Amateure für das Musikleben und darüber hinaus auch für die Gesellschaft?
Ich glaube, die Amateurmusik hat immer mehr Bedeutung. Auch deshalb, weil der Alltag zunehmend fragmentiert wird durch die Nutzung digitaler Medien und digitale Formen des Zusammenarbeitens. Und dann gibt es in Amateurchören, - Orchestern, in Musikvereinen und in den Schulen eine analoge, pure Form, etwas zusammen zu machen. Man hört einander zu, indem man gemeinsam Musik macht. In der Amateurmusik wurzelt die Begeisterung für Musik, die Auseinandersetzung einer Gesellschaft mit Musik und natürlich auch die nächste Generation professioneller Musikerinnen und Musiker.
 
Gehen Sie selbst in Konzerte von Amateuren?
Ich habe vor Kurzem die Junge Sinfonie Berlin in der Philharmonie gehört mit Mahlers 2. Sinfonie. Das war sehr beeindruckend. Sicher bestand das Orchester nicht komplett aus Amateuren. Ein paar Solopositionen waren professionell besetzt. Es war sehr beeindruckend, die Gesamtatmosphäre hatte etwas Festartiges. Für Amateure ist die Bühne eine Ausnahmesituation, man spürt die hohe Energie. Das sind Menschen, die sich zwei Wochen freigenommen haben, um so ein Werk aufzuführen. Mit ihrem Freundes- und Familienkreis fluteten sie die Philharmonie. So etwas ist einzigartig und schön.
Interview: Christina Bylow
 
KONKRET WERDEN! Musikpolitik
Meinungsbildung
 
Thema 1
Musikschulen, Amateurmusik, Schulmusik. Postkartenaktion
Im Herbst 2026 wählt Berlin neue Vertreter:innen für das Abgeordnetenhaus. Der Landesmusikrat Berlin hat den Parteien Punkte vorgelegt, die für die nächste Legislatur unerlässlich sind. Diese „Wahlprüfsteine“ für die kommende Legislatur stellen wir Ihnen anhand von Debattenformaten mit Abgeordneten unterschiedlicher Parteien vor. Im April 2026 haben wir zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen Musikschule und Amateurmusik initiiert. Zeitgleich begann unsere neue Postkartenaktion. Sie finden unsere Postkarten mit unseren Forderungen zur Absicherung der Musikschulen, zur Sicherstellung des Musikunterrichts an den Schulen und zur Förderung der Amateurmusik zum Herunterladen auf unserer Website. Auch die Antworten der Parteien auf unsere Fragen zu diesen Themen werden an dieser Stelle veröffentlicht.
 
Thema 2
Platz für Kultur im rbb?

Seit vielen Jahren macht der Landesmusikrat Berlin auf den wichtigen Auftrag des rbb zur Vermittlung von Kultur und kultureller Teilhabe aufmerksam. Aus rbbKultur wurde im Frühjahr 2024 rbb radio3. Ein erster Schritt weg von der Kulturvermittlung? Bildung und kulturelle Inhalte sind zentraler Bestandteil des Programmauftrags und sollten daher stets in den Mittelpunkt gestellt werden. Doch nun folgen weitere Veränderungen:
Aktuell plant der rbb, Programmteile von COSMO in radio 3 zu integrieren, da er sich aus der Gemeinschaftsproduktion COSMO (WDR, Radio Bremen) zurückziehen wird. Außerdem können zukünftig noch mehr kooperativ erstellte Programmteile (Mantelprogramme) genutzt werden, die nicht in der Landesrundfunkanstalt Berlin-Brandenburg erstellt werden. Eine entsprechende Änderung des Rundfunkstaatsvertrags ist in Vorbereitung.
Um diese Entwicklung einzuordnen, haben wir eine weitere Umfrage vorbereitet und bitten Sie um Ihre Teilnahme unter diesem Link.
MUSIK FÜR ALLE ! Aus den Projekten des Landesmusikrats Berlin e.V.
Instrument des Jahres - Akkordeon
 
Tasten, Knöpfe, Sensationen: Vier Mal Akkordeon

Event 1: Das Akkordeon Festival Berlin
Erwartet werden herausragende Akkordeonorchester und Ensembles aus ganz Deutschland. Außerdem gibt es Workshops, Konzerte und Angebote für Kinder. Gemeinsam mit jungen Virtuos:innen, bekannten Akkordeonist:innen und engagierten Akkordeon-Pädagog:innen wird das vielseitige Harmonika-Instrument zwei Tage lang in all seinen Facetten gefeiert und einem breiten Publikum nähergebracht. Zugleich findet am selben Ort das BundesJugendAkkordeonFestival statt.
15. und 16. Mai 2026.
Estrel Berlin, Sonnenallee 225, 12057 Berlin
Das gesamte Programm findet sich hier.
Tickets für alle Veranstaltungen gibt es hier.
Informationen und Tickets zu weiteren Veranstaltungen zum Instrument des Jahres – Akkordeon gibt es hier.

Event 2: Familienkonzert mit Sheng
Viele Geschichten ranken sich um die chinesische Sheng, die als Vorläuferin des Akkordeons gilt. Auch die Mundharmonika und die Maultrommel greifen das Prinzip der durchschlagenden Zunge auf und bilden eine klangliche Brücke zwischen Ost und West.
Das Konzert im Rahmen des HARMONICA FEN FESTIVALS entfaltet sich als literarisches Musik-Märchen auf der Grundlage chinesischer Sagen. Die Veranstaltung in der Reihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“ ist offen für Familien und Kinder. Mit: Thomas Sutter (Text und Lesung), Wu Wei (Sheng), Sören Birke (Mundharmonika und Maultrommel) und Vincenzo "Titti" Castrini (Akkordeon).
31. Mai 2026, 15 Uhr
Maschinenhaus in der Kulturbrauerei, Knaackstraße 97, 10435 Berlin.
 
Event 3: Piazzolla Reloaded
In der Reihe „Global Sound Stories – Akkordeon trifft Literatur“ wird der Kammermusiksaal der Philharmonie am 12. Juni 2026 zur Bühne eines besonderen Konzerts in Kooperation mit PANTONALE e.V. Die Gewinner:innen des diesjährigen Internationalen Wettbewerbs ASTOR PIAZZOLLA® – kommen nach Berlin. Als Solisten werden Ksenija Sidorova (Akkordeon), Mario Stefano Pietrodarchi (Bandoneon) und Luca Lucini (Gitarre) Kompositionen von Astor Piazzolla und Roberto Di Marino spielen – begleitet vom Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Miran Vaupotić.
Literarische Stimme ist die vielfach ausgezeichnete Autorin María Cecilia Barbetta. Aufgewachsen in einem Einwanderer-Viertel von Buenos Aires, lebt sie seit 1996 in Berlin und schreibt auf Deutsch.
12. Juni 2026, 18 Uhr
Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin

Event 4: Die Bühne gehört Euch!
Für das Rahmenprogramm der Ausstellung „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin.“ (ab 15. Juni 2026 in sechs Berliner Einkaufszentren) werden Amateur-Musiker:innen und helfende Hände gesucht.
Spielt, singt oder tanzt live zwischen historischen Instrumenten – solo, im Duo oder im kleinen Ensemble (max. 5 Personen, unverstärkt). Erzählt Eure persönlichen Akkordeon-Geschichten oder unterstützt das Projekt hinter den Kulissen bei Aufbau, Betreuung und Ablauf.
Ein vielfältiges Programm für alle – von Euch, für Berlin.
Wichtig: Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung über das jeweilige Anmelde-Tool möglich.
Anmeldung für kulturelle Beiträge. Anmeldung für helfende Hände.

Musische Wochen
Ein Erfolgsmodell wird siebzig

Für gut 1200 Berliner Kinder und Jugendliche ist es auch in diesem Jahr der Höhepunkt des Schuljahres: Ein Auftritt im Kammermusiksaal der Philharmonie, gemeinsam mit dem Ensemble, mit dem sie viele Monate lang geübt haben. Egal ob Bigband, Chor, Gitarrenensemble, Tanzgruppe oder Blasorchester: Auf der Bühne zeigen Schülerinnen und Schüler, was sie mit der Unterstützung engagierter Musiklehrer:innen erarbeitet haben. Die Musischen Wochen sind ein Kind der Nachkriegszeit. Ins Leben gerufen wurden sie 1956 im damaligen Westberlin, um den kulturellen Wiederaufbau der Stadt voranzubringen. Im Jahr 1975 kam ein weiteres Modellprojekt hinzu: Die Musikbetonten Grundschulen. Die meisten von ihnen wurden in einkommensärmeren Quartieren eingerichtet, damit auch sozial benachteiligte Kinder ein Instrument erlernen können.

Termine:
5. Mai 2026: Musikbetonte Grundschulen im Kammermusiksaal der Philharmonie
7. Mai und 27.Mai Schulensembles im Kammermusiksaal der Philharmonie

Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Musikalische Stolpersteine
Drei neue Folgen

Drei neue Podcastfolgen der „Musikalischen Stolpersteine“ werden im Mai auf rbb radio 3 gesendet. Sie entstanden in Kooperation mit rbb radio3, dem Verein musica reanimata und der berlinHistory.App. Schüler:innen der bilingualen John F. Kennedy Schule in Zehlendorf beschäftigten sich mit dem Komponisten Karl Wiener, der nach einer Schussverletzung einhändig am Klavier komponierte. Am Heinz-Berggruen-Gymnasium in Charlottenburg erkundeten Jugendliche Musik und Lebensgeschichte von Kurt Weill. Sie entwickelten zusätzlich einen Audiowalk, besuchten das Berliner Ensemble und schrieben eigene Arrangements.
Werk und Leben von Berthold Goldschmidt stehen im Zentrum des Podcast, den Schüler:innen der Albrecht-Dürer-Oberschule in Neukölln erstellten. Die Filmemacherin Cordelia Dvorák, die Goldschmidt noch persönlich kannte und ihn filmisch porträtiert hat, besuchte die Klasse im Unterricht.
Zu hören sind die neuen Folgen im Mai bei rbb radio3. Über die ARD Audiothek und die kostenfrei berlinHistory.App können sämtliche Folgen, auch die schon bestehenden 12 Porträts, nachgehört werden.

Sendetermine auf rbb radio 3:
5. Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 13 – Kurt Weill
12. Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 14 - Karl Wiener
19. Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 15 - Berthold Goldschmidt
Jeweils um 12:10 Uhr
Ausblick: Kooperation mit der Staatsoper Unter den Linden
Es war eine besondere Begegnung: am 17. April 2026 sprach der Musikwissenschaftler Prof. Jascha Nemtsov in einem Probenraum der Staatsoper Unter den Linden über den Komponisten Israel Brandmann. Der Vortrag gehörte zur Vorbereitung einer Schulklasse des Max-Planck-Gymnasiums in Berlin-Mitte, die mit Unterstützung von rbb radio3 eine Podcast-Folge in der Reihe „Musikalische Stolpersteine“ zu Israel Brandmann erstellen. Darin werden drei Lieder von Israel Brandmann zu hören sein, gesungen vom Jugendchor der Staatsoper Unter den Linden. Die Schüler:innen hatten viele Fragen an Jascha Nemtsov, der das bedrängte Leben Brandmanns eindrucksvoll darstellte. Anschließend begleitete er den Chor, geleitet von Konstanze Löwe, spontan am Flügel. Die Podcast-Folge zu Israel Brandmann wird im Herbst gesendet.
Förderung junger Ensembleleiter:innen
Dirigieren lernen – jetzt anmelden

Auch im Herbst 2026 können musikinteressierte Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren am Projekt „Förderung junger Ensembleleiter:innen“ teilnehmen.
An drei Wochenenden erlernen die Jugendlichen Dirigier- und Schlagtechniken aus den Bereichen Big Band, Chor und Orchester. Die Ensembles bilden sie aus ihren eigenen Reihen. Voraussetzungen sind Notenkenntnisse und das Spielen eines Instruments. Am 8. November 2026 zeigen die Jugendlichen ihr Können beim Abschlusskonzert im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin. Das Projekt soll Jugendliche für ein musikpädagogisches Studium motivieren.
Anmeldefrist: 1. Juli 2026.
Hier geht es zur Anmeldung.
Förderung Instrumentale Amateurmusik
 
Wenn die Drachen steigen
Die Berliner Amateurmusikszene bekommt beim Festival der Riesendrachen der STADT UND LAND Wohnungsbaugesellschaft am 12. September 2026 auf dem Tempelhofer Feld eine besondere Bühne: Erstmals haben dort rund zehn Ensembles die Möglichkeit, live aufzutreten.
Interessierte Ensembles können sich jetzt schon bewerben. Hier geht es zur Anmeldung.

Professionelle Fotosession zu gewinnen
Als erstes sind alle gemeinsam dran: Am 13. Juni 2026 entsteht zusammen mit dem Fotografen Stephan Röhl ein großes Gruppenfoto mit Amateur-Orchestern und -ensembles aus ganz Berlin. Das Bild zeigt die Vielfalt der Berliner Amateurmusikszene.
Danach gibt es zehn Einzelsessions für die Gewinner unserer Foto-Verlosungsaktion. So könnt Ihr teilnehmen: Schickt uns ein Bild Eures Ensembles (keine KI) per Mail an amateurmusik@landesmusikrat-berlin.de oder postet ein Bild auf Instagram oder Facebook unter dem Hashtag #ZeitFuerNeueBilder.
Hier geht es zur Anmeldung.
 
Raumkoordination
Mittendrin

Ganz zentral liegt der Georgensaal der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien–Friedrichswerder. Der Saal in der Klosterstraße in Berlin-Mitte ist ideal für Proben und Workshops. Er kann leer oder mit Bestuhlung (bis zu ca. 85 Stühle) gemietet werden. Zehn Tische sind ebenfalls vorhanden. Dieser und viele weitere Räume sind in unserer Raumdatenbank zu finden.
ENGAGIERT ! LMR-Mitglieder berichten
Carl Bechstein Stiftung
 
Carl Bechstein Wettbewerb: Jetzt anmelden
Im Herbst lädt die Carl Bechstein Stiftung wieder die begabtesten jungen Pianist:innen zum Carl Bechstein Wettbewerb nach Berlin ein. Die Bewerber:innen müssen in Deutschland leben und zum Stichtag (15.10.2026) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Neben den regulären Preisen sind erneut verschiedene attraktive Sonderpreise ausgelobt.
Mit den Pianist:innen Prof. Dr. Hardy Rittner (Musikhochschule Freiburg), Prof. Dr. Matthias Sakel (Folkwang Universität der Künste), Annika Treutler (Hochschule für Musik Hanns Eisler), der Pianistin Kateryna Titova und dem Pianisten und Klavierpädagogen Wei Chen finden sich in der Jury Musikerinnen und Musiker, die mit großer Expertise die Teilnehmenden aufmerksam und wohlwollend bewerten werden.
Bewerbungsende ist am 15. Juni 2026. Aus Kapazitätsgründen wird es eine Video-Vorauswahl geben. Der Wettbewerb findet von 15.-18. Oktober 2026 im Kulturstall Britz statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
EKBO
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Arbeitsstelle Kirchenmusik
 
Singen im Sommer
Hast Du Lust auf eine Woche Sommerferien mit 40 anderen Kindern und Jugendlichen, die genauso gerne singen wie Du?
Dann melde Dich bis spätestens 31.05. 2026 zur Kinder- und Jugendsingwoche der EKBO an: Musikalisch geht es „Einmal um die Welt“.
Das neue, junge Team wird eure Reiseleitung sein. Die Woche wird fantasievoll, abenteuerlich, andächtig, und spielerisch mit viel geteilter Freizeit.
Der Höhepunkt der Woche ist das Abschlusskonzert.

KiSiWO Kinder- und Jugendsingwoche
Von 12.-18. Juli 2026
Dahme/ Mark
Anmeldeschluss 31.Mai 2026
Weitere Informationen finden Sie hier.
HARMONICA FEN FESTIVAL
 
Gipfeltreffen der Zungenschlag-Instrumente
Vom 29. bis 31. Mai 2026 findet zum dritten Mal das HARMONICA FEN FESTIVAL in der Kulturbrauerei Berlin statt. Jeden Abend können Besucher:innen dort den musikalischen Reichtum der Mundharmonika erleben. In neun Konzerten an drei Tagen präsentieren weltbeste Mundharmonika-Spieler:innen das Instrument „auf allerhöchstem musikalischem Niveau“, sagt Schirmherr Wu Wei.
Weitere Informationen gibt es hier.
Landesmusikakademie Berlin
 
Basisarbeit
Der Kurs „Community Music Basis“ bietet eine praxisorientierte Einführung in zentrale Ansätze und Methoden der Community Music. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsweisen für das musikalische Arbeiten mit heterogenen Gruppen sowie Prinzipien partizipativer musikalischer Prozesse.
Anhand praktischer Übungen und kurzer Inputs lernen die Teilnehmenden Methoden kennen, mit denen musikalische Prozesse moderiert und kreative Beiträge aus der Gruppe aufgegriffen und gemeinsam gestaltet werden können. Der Kurs richtet sich an Musiker:innen, Musikpädagog:innen und sowie Fachkräfte aus kultureller Bildung und Sozialarbeit
Der Kurs wird von Lukas Macher und Filiz Gülsular geleitet.

Community Music Basics
30. bis 31. Mai 2026
Anmeldeschluss ist der 15.05.2026
Universität der Künste Berlin
 
GegenTöne
Um Formen des Widerstands geht es beim Musikfestival crescendo der UdK Berlin in 26 Konzerten. Es wirft einen Blick auf Zeiten, in denen Musik schon GegenTöne geleistet hat, und setzt ein Zeichen gegen Kulturabbau und für Töne. Studierende, Lehrende und weitere international renommierte Musiker:innen gestalten ein abwechslungsreiches Programm mit wegweisenden Werken weltbekannter Namen sowie spannenden Neuentdeckungen. Solo- und Kammermusik, Sinfoniekonzerte, Meisterkurse, Programme für Kinder, Chöre, Uraufführungen, Alte Musik und eine Ausstellung zu Nikolaus und Alice Harnoncourt präsentieren die breite Vielfalt des Musikfestivals und der Ausbildung an der UdK Berlin. Das Symphonieorchester der UdK Berlin unter Michael Sanderling eröffnet das Festival mit Werken von Schostakowitsch und Brahms.
Weitere Informationen finden Sie hier.

crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin unter dem Motto GegenTöne
30. Mai bis 13. Juni 2026
Konzertsäle der UdK Berlin und Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.
Staatliches Institut für Musikforschung – Musikinstrumenten-Museum
Ran an die Hammond

Peter Becker forscht seit über 30 Jahren an der elektromechanischen Hammond-Orgel, deren Sound spätestens seit den 50er Jahren bis heute im Jazz-, Blues-, Rock-, Pop-, Gospel- und Worship-Bereich nicht wegzudenken ist. Heute zählt er zu den weltweit wenigen Experten, die Orgeln originalgetreu restaurieren, reparieren und klanglich einstellen können und setzt sich für den Erhalt des unverwechselbaren Klanges, auch in Keyboards und Clones, ein.
Am Internationalen Museumstag führt er im Musikinstrumenten-Museum in drei Workshops in Technik und Spielweise der Hammond-Orgel ein. Eingeladen sind alle, die sich für den Klang des Instruments begeistern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
 
17. Mai 2026 (Internationaler Museumstag)
12 bis 15 Uhr
Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung, Ben-Gurion-Straße 1, 10785 Berlin
Pandurina Instrumentalensemble
 
Festmusik
Am 6. Juni 2026 feiert das Instrumentalensemble Pandurina sein 40-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert in der Matthäus-Kirche. Dabei wird das Zupforchester von Gesang, Bläsern und Akkordeon unterstützt. Zu hören sind musikalische Höhepunkte aus den vergangenen vier Jahrzehnten, aber auch neue Werke, bis hin zu einer Uraufführung. Unter der musikalischen Leitung von Anna Pehrs erklingen u.a. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Camille Saint-Saëns, Gioachini Rossini, Jaques Offenbach, Dieter Kreidler sowie Filmmusik.
Eintritt: 12,00 €, ermäßigt 10,00 €
Karten können über den Ticket-Shop erworben werden.

6. Juni 2026, 18 Uhr
St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
MUSIK UND LITERATUR Unser Buchtipp
Empfohlen von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)

Elend, Aufbruch, Improvisation

Nach einigen Jahren in New York kehrt die deutsche Jazzpianistin Martha Kiesler 1951 nach Hamburg zurück, um einen Neuanfang zu wagen. Ein schwieriges Unterfangen in der zerbombten Stadt, zumal sie lieber die musikalischen Neuerungen aus den Clubs der 52nd Street, Bebop und Cool Jazz, bekannt machen möchte, statt leise Barpianomusik zu spielen. So verhandelt Martha also mit den verschiedensten Hotelbesitzern, Clubbetreibern oder Agenten und übt sich in Kompromissen. Zum Erfolg trägt bald ein ebenso genialer wie attraktiver Kontrabassist bei, der ihre Geduld allerdings ständig strapaziert. Als unangenehme Gefährten von früher auftauchen und sich Anschläge auf die Jazzclubs häufen, sorgt immerhin eine patente Freundin für Leichtigkeit und Unterstützung. Doch bis nach einigen Ausflügen in düstere Milieus so manche Zusammenhänge und ein Todesfall aus der Vergangenheit aufgeklärt sind, fließt noch viel Whisky.
Der Autor Robert Brack ist für historische Hamburg-Krimis bekannt, außerdem hat er gerade erst einen Jazz-Krimi aus New York übersetzt. Es gelingt ihm meisterhaft, die Aufbruchsstimmung, aber auch das Elend der Hamburger Nachkriegszeit einzufangen; dazu widmet er viele anschauliche Textpassagen der Musik und verfolgt die Gesetze der Jazzimprovisation, ohne dabei in langweilige Fachsimpelei abzudriften. Geschrieben hat Brack das Buch zur Erinnerung an die deutsche Jazzpianistin Jutta Hipp (1925-2003), deren Biografie einige Parallelen zur Protagonistin des Buches aufweist. Dennoch ist die vorliegende Geschichte davon unabhängig.
 
Robert Brack: Die nackte Haut: Kriminalroman. Hamburg: Edition Nautilus, 2026. 215 S. Taschenbuch
MUSIK IM KINO Unser Film-Tipp
Live aus der Met
 
Dvořák schrieb über Tschaikowskis wohl romantischste Oper: „Diese Musik ist bestrickend und dringt so tief in unser Herz ein, dass man sie nie wieder vergessen kann.“ Deborah Warners Inszenierung an der Metropolitan Opera aus der Spielzeit 2025/26 siedelt die Geschichte im späten 19. Jahrhundert an, zwischen Bauernhaus und Tanzsaal. Die gefeierte Sopranistin Asmik Grigorian übernimmt die Rolle der verliebten jungen Heldin Tatjana in der Opernadaption nach dem Roman von Alexander Puschkin. Die Titelrolle singt Iurii Samoilov.
Dirigent: Timur Zangiev.
Gesungen in Russisch (mit deutschen Untertiteln)

Zu erleben ist die Oper „Eugen Onegin“ aus der Reihe „Live aus der Met“ am 2. Mai 2026 um 19 Uhr im CUBIX am Alexanderplatz. Rathausstrasse 1, 10178 Berlin.
Dauer: ca. 4 Stunden, mit zwei Pausen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

In Kooperation mit dem Verleih Clasart Classic vergeben wir 5 x 2 Kinofreikarten über unsere Social Media Kanäle oder per Mail an bylow@landesmusikrat-berlin.de
 
STELLENANGEBOTE für Mitglieder von Mitgliedern
Landesmusikrat Berlin Zwei Bundesfreiwillige gesucht
Du liebst Musik. Und Du willst etwas dafür tun, dass Musik den gesellschaftlichen Stellenwert hat, den sie verdient. Du möchtest wissen, wie man Events, Konzerte und große Veranstaltungen organisiert. Dich interessiert, wie Kulturpolitik und Öffentlichkeitsarbeit funktionieren.

Dies und vieles mehr kannst Du als Bundesfreiwillige/ Bundesfreiwilliger beim Landesmusikrat Berlin e.V. kennenlernen. Als Teil eines tollen Teams in unserem schönen Büro mitten in Berlin-Neukölln.

Bei uns könnt ihr in verschiedenen Bereichen tätig werden! Wir bieten zwei Stellen mit folgenden möglichen Schwerpunkten: Jugend musiziert, Amateurmusik und Presse-, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit/Jugendensembles.

Arbeitsbeginn ist der 1. September 2026. Bitte bewirb Dich bis zum 15. Mai 2026 mit einem tabellarischen Lebenslauf und einem kurzen Anschreiben bei Franziska Stoff, Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.
TERMINE
 

Instrument des Jahres - Akkordeon
15. und 16. Mai 2026 Akkordeon Festival Berlin und BundesJugendAkkordeonFestival
 
31. Mai 2026 In der Konzertreihe Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur. "Schöne Verwandtschaft. Sheng, Mundharmonika, Maultrommel und Akkordeon" Familienkonzert
 
12. Juni 2026 In der Konzertreihe Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur. "Piazzolla Reloaded"
 
15. Juni 2026
Eröffnung der Wanderausstellung "600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin."
 
Musikalische Stolpersteine Sendetermine auf rbb radio 3:
5. Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 13 – Kurt Weill
12.Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 14 - Karl Wiener
19.Mai 2026 Musikalische Stolpersteine 15 - Berthold Goldschmidt
Jeweils um 12:10 Uhr
 
Jugend musiziert Berlin
13. Juni 2026
Bundespreisträger:innenkonzert Berlin

Landesjugendensemble Neue Musik - Junges Musiklabor
12. - 14. Juni 2026 Play_Full. Workshop 2 mit Musiker:innen des Stehgreif.Orchesters.
 
Musikpolitik
8. Juni 2026
Jour Fixe – Musik und Stadt

Bildnachweise: Bild 1: Stephan Röhl. Bild 2: Simon Pauly. Bild 3: Deutscher Musikrat. Bild 4: Stephan Röhl. Bild 5: LMR/Stoff. Bild 6: Abraham Pisarek. Bild 7: Stephan Röhl. Bild 8: City-Press GmbH Bildagentur. Bild 9: Lydia Elmer. Bild 10: Patricia Haas. Bild 11: Christoph Hagemann. Bild 12: FEN/Christoph Kassette. Bild 13: Anne Wenkel. Bild 14: Stephan Stahnke. Bild 15: SMPK/Anne-Katrin Breitenborn. Bild 16: Christiane Trabert Fotografie Berlin. Bild 17: Maja Bechert. Bild 18: Evan Zimmerman Met Opera.
Impressum
Landesmusikrat Berlin e.V., Karl-Marx-Str. 145, 12043 Berlin
Redaktion: Christina Bylow, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: bylow@landesmusikrat-berlin.de
Vertretungsberechtigt: Hella Dunger-Löper (Präsidentin) und Ralf Sochaczewsky (Vizepräsident)
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Hella Dunger-Löper (Präsidentin)
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: VR 6266 NZ
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