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BERLINER RESONANZEN
Der Newsletter des Landesmusikrats Berlin e.V.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
alle, die gemeinsam mit anderen in ihrer Freizeit Musik machen, berichten von der tiefen Zufriedenheit nach einer produktiven Probe oder einem gelungenen Konzert. Amateurmusikerinnen und -musiker fühlen sich miteinander verbunden, haben zusammen etwas Schönes erschaffen, anderen Menschen Freude bereitet – und das alles aus sich selbst heraus. Amateurmusik zu machen ist eine direkte Erfahrung, sie lässt uns Selbstwirksamkeit erleben. Damit stärkt sie den Menschen als Individuum, aber auch als soziales Wesen. Die Berlinerinnen und Berliner wissen das intuitiv schon lange: In keiner anderen deutschen Stadt musizieren und singen so viele Menschen in ihrer Freizeit: 38 Prozent sind es. Das hat das Institut für Kulturelle Teilhabeforschung in einer kürzlich veröffentlichten Studie herausgefunden. Noch bevor dieses sensationelle Ergebnis bekannt wurde, hatte der Landesmusikrat Berlin das Berliner Jahr der Amateurmusik ausgerufen. Wir verstärken damit unsere schon viele Jahre währende Förderung der höchst lebendigen Amateurszene in unserer Stadt. Denn Amateurmusik ist nicht einfach ein Privatvergnügen. Sie trägt mit ihrer verbindenden, generationen- und herkunftsübergreifenden Kraft maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Eröffnet haben wir das Berliner Jahr der Amateurmusik am 18. Februar 2026 mit einer gut besuchten Matinee im Berliner Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“. In zwei Panels diskutierten Expertinnen und Experten aus der Musikszene mit Politikern aus dem Berliner Abgeordnetenhaus darüber, wie Hundertausende von Amateurmusiker:innen besser unterstützt werden können. Wie können kommunale Räume zur Verfügung gestellt werden? Was ist mit den Schulen? Warum dürfen so viele Freizeitmusiker:innen nicht, was die Freizeitsportler:innen schon lange dürfen – Räume in Schulen unentgeltlich nutzen? Und warum brauchen wir eine gesetzliche Regelung? Es gibt eine Blaupause für die Musikalisierung der Gesellschaft. Darauf wiesen die Podiumsgäste Friedhard Teuffel, Direktor des Landessportbunds Berlin, und Ullrich Fichtner vom SPIEGEL hin. Der Autor des 2025 erschienenen Buchs „Die Macht der Musik“ erinnerte an die politisch gewollte Trimm-Dich-Bewegung der 1970er-Jahre, die schließlich Millionen auf die Beine brachte und trotz ihrer mitunter kuriosen Erscheinungsformen für ein neues Gesundheitsbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl sorgte. Auch das Musikmachen ist gesund – in einem ganzheitlichen Sinn. „Die Gesellschaft profitiert von Menschen, die sich kulturell, also auch musikalisch engagieren. Diese Menschen bereichern uns emotional und intellektuell, sie zivilisieren unser Zusammenleben“, sagt Lorenz Maroldt im Interview in dieser Ausgabe von BERLINER RESONANZEN. Der Mitherausgeber des Tagesspiegels und Schirmherr des Berliner Jahres der Amateurmusik spielt übrigens leidenschaftlich gern Kontrabass.
Herzliche Grüße Hella Dunger-Löper Präsidentin des Landesmusikrats Berlin
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„Wir gehen sooo viel liebevoller miteinander um“
Im Gespräch mit Lorenz Maroldt
„Musik kann fürchterlich nerven“, schrieb Lorenz Maroldt Anfang Januar im Tagesspiegel, da hatte er gerade die Schirmherrschaft für das Berliner Jahr der Amateurmusik übernommen. Für ihn kein Widerspruch. Im Gegenteil. Maroldt, Mitherausgeber des Tagesspiegels, ist nicht nur selbst Amateurmusiker – am Kontrabass der Checkpoint-Band – er hält die Unterstützung der Amateurmusik für notwendig. Und erinnert im Interview an Zeiten, in denen es einen „Senatsrockbeauftragten“ gab.
Welches musikalische Erlebnis hat Sie zuletzt begeistert? Oh, das sind einige… „Oasis“ in London war rauschhaft - die ganze Stadt lag sich in den Armen, aus jedem Pub erklang „Live Forever“, und im Wembley-Stadion sang der größte Chor der Welt „Wonderwall“. Champagne Supernova für alle! Zurück nach Berlin: Bei der Vernissage zur „Kiekste“- Ausstellung mit den besten Checkpoint-Fotos des Jahres in der Charlottenburger Galerie „Bilderrahmen“ spielte Naomi Fearn mit ihrer Ukulele auf einer Kiste stehend ihren großartigen Ringbahnsong „Bring mich heim“ - die einzige Berlin-Hymne, bei der ich jedes Mal weinen muss.
Und beim „Silly“-Konzert in der Philharmonie sang der Schülerchor „be:one“ des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums den Song „Bataillon d’Amour“ in einem so absolut hinreißend schönen Arrangement, dass alle im Saal einen Gänsehaut-Moment verspürten.
Sie spielen Kontrabass. Was lieben Sie an Ihrem Instrument – und was weniger? Der Kontrabass ist groß, aber bescheiden. Er hält den Laden solide und unaufdringlich zusammen. Auf der Bühne ist er nicht zu übersehen, man kann ihn auch drehen, aber musikalisch fällt er den meisten erst auf, wenn er mal eine Kunstpause macht.
Außerdem: Maultrommel kann jeder, Gitarren gibt es schon mehr als genug, und bei Blasinstrumenten hat man immer was vorm Gesicht. Dazu kommt: Der Bass kann einiges einstecken und trägt jede Narbe mit Würde. Und wenn doch mal was kaputt geht, lernt man als Bassist so tolle Menschen kennen wie die Familie Herrfurth, die in ihrer Streichinstrumente-Werkstatt in Tempelhof vom Bogen bis zum Bass alles Mögliche repariert und restauriert (und auch verleiht).
Was nicht so doll ist: Der Kontrabass passt schlecht ins Handgepäck.
Als Zuhörer: Lieber Club oder Konzertsaal? Das klang ja schon oben leicht an: Lieber und öfter Club. Aber am liebsten Musik auf der ganz kleinen Bühne - oder, am allerliebsten: dort, wo es erst gar keine gibt.
Wie kam es zur Gründung der Checkpoint Band? Ein Notfall! Wir hatten für den Ruhestandsabschied unseres lieben Kollegen Gerd Nowakowski, aufgewachsen in Kreuzberg, einen Überraschungsauftritt von „Ton, Steine, Scherben“ organisiert. Und weil ein Scherben-Konzert erst echt ist, wenn es von der Polizei wegen Ruhestörung abgebrochen wird, zumal in Kreuzberg, wo der Tagesspiegel residiert, hatten wir von der Polizeipräsidentin, die auch zu Gast war, gleich noch um den Besuch von zwei Beamten gebeten. Alles war vorbereitet - da sagten die Scherben wegen eines Krankheitsfalls ganz kurzfristig ab.
Ich schickte eine Mail an drei Leute, die zum Team Checkpoint gehören: unseren Berlinchef Stephan Wiehler, von dem ich seit einer gemeinsamen 90er-Jahre-Jam-Session in einem besetzten Haus in Lichtenberg wusste, dass er besser singen kann als Harald Juhnke (und fast so gut wie Herman Brood); unsere stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe, die Klavier und Saxophon spielen kann (und als Bonus auch noch mit einem Musikwissenschaftler verheiratet ist; und unseren Kulturredakteur Thomas Wochnik, von dem es hieß, er habe eine Gitarre (und könne sogar darauf spielen!). Inhalt der Mail: „Die Scherben können nicht. Wir müssen selber ran. Probe um 15 Uhr in meinem Büro."
Wir hatten noch nie zusammen Musik gemacht. Und wir hatten einen Tag Zeit.
Am nächsten Abend spielten wir „Keine Macht für niemand“, es war schön, es war laut und ein bisschen schief. Es kam als nächstes der Rauch-Haus-Song dran – und dann die Polizei: „Stopp, aufhören!“, riefen die die Beamten, und: „Wer ist hier verantwortlich?“
Wir zeigten alle auf den nichts ahnenden Gerd, der gerade eben noch begeistert mitsang - aber jetzt von den Polizisten, einer links an seinem Arm, einer rechts, energisch abgeführt wurde.
Weil das so viel Spaß gemacht hatte, übten wir gleich nochmal, erweiterten unser Repertoire auf vier Songs – und stellten uns bei der nächsten Betriebsweihnachtsfeier einfach auf die Bühne.
Mein Büro ist übrigens unser Übungsraum geblieben, 17:30 geht’s los. Inzwischen sind wir zu siebt, mit zwei Gitarren und Schlagzeug. Die anderen Kollegen sind nicht immer glücklich darüber. Aber der Geschäftsführer im Büro direkt obendrüber hat immer einen guten Grund, pünktlich Feierabend zu machen. Beim Telefonieren würde er ohnehin nichts mehr verstehen.
Wie verändert sich die Zusammenarbeit, wenn man gemeinsam Musik macht? Wir gehen sooo viel liebevoller miteinander um…
Das Thema Ihrer Diplomarbeit von 1989 am Otto-Suhr-Institut war „Die staatliche Förderung von Rockmusik“. Freiheit, Anarchie und „Staatsknete“ – wie passt das zusammen? So lang ist das schon her?!? Oje… Also: Das verträgt sich bestens - wenn man davon nicht träge wird und sich nicht davon abhängig macht. Aber zur Geschichte: In den Achtzigerjahren wurde in West-Berlin erstmals die Rock- und Pop-Musik gefördert, und es gab einen „Referent für Freie Gruppen im Bereich der U-Musik“. Bernd Mehlitz hieß der erste „Senatsrockbeauftragte“.
Ende der Achtzigerjahre übernahm diese Abteilung der Kulturverwaltung der Beamte Uwe Sandhop, in der Musikszene als Sandy Hobbs bekannt. Eine seiner Bands: die vom Garagenrock der Sixties inspirierten „Les Black Carnations“ mit der Sängerin Katharina Franck, die bald darauf mit den „Rainbirds“ den Hit „Blueprint“ einspielte.
Gefördert wurden Touren, Aufnahmen im „Beat-studio“ – und es gab Preisgelder beim Senatsrockwettbewerb. Zu den Gewinnern gehörten damals zum Beispiel „Die Ärzte“, „Poems for Leila“ und eben auch die „Rainbirds“.
Ich habe damals selbst mit den „Magoo Brothers“ von verschiedenen Förderungen profitiert und besaß also Insiderwissen – es gab aber niemanden, von dem ich hätte abschreiben können. Wissenschaftlich hatte sich bis dahin niemand damit beschäftigt, welche Auswirkungen diese Art der Förderung auf die Szene hat.
Warum braucht die Amateurmusik Unterstützung, und wo kann sie ansetzen? Amateurmusik ist nicht zwingend angewiesen auf staatliche Unterstützung. Wir wären damals auch ohne Förderung auf Tour gegangenen und hätten Studioaufnahmen gemacht. Aber wir waren noch jung und hatten kaum Verpflichtungen. Und es stimmt zwar, dass auch arme Künstler großartige Kunst hervorbringen können, aber Armut ist keine Voraussetzung für großartige Kunst - sondern in aller Regel ein Hindernis. Und Armut bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem einen Mangel an Möglichkeiten. Die Gesellschaft profitiert von Menschen, die sich kulturell, also auch musikalisch engagieren. Diese Menschen bereichern uns emotional und intellektuell, sie zivilisieren unser Zusammenleben. Das sollte uns, also der Gesellschaft, etwas wert sein.
Was wollen Sie als Schirmherr des Jahres der Berliner Amateurmusik erreichen? Ich wünsche mir, dass die Unterstützung der Amateurmusik als selbstverständliche Notwendigkeit verstanden und anerkannt wird. Dafür engagiere ich mich. Meine Rolle sehe ich allerdings auch darin, die Strukturen und Abläufe im Landesmusikrat aus nächster Nähe kritisch-konstruktiv zu betrachten. Denn erstens bin und bleibe ich Journalist. Zweitens mache ich nebenbei Musik. Und drittens habe ich die ehrenvolle Aufgabe des Schirmherrn übernommen. Alles mache leidenschaftlich gerne – in genau dieser Reihenfolge.
Die Fragen stellte Christina Bylow.
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Thema 1 Klartext. Musikpolitische Podiumsdebatten vor der Berliner Landtagswahl Der Landesmusikrat Berlin fragt nach: Welche Schwerpunkte setzen Parteien vor der kommenden Landtagswahl in Bezug auf unsere musikpolitischen Ziele?
Dazu gehören die Sicherung öffentlicher Musikschulen und die Förderung der Amateurmusik ebenso wie die Sicherstellung und der Ausbau des Musikunterrichts an den öffentlichen Schulen. Wir wollen wissen:
Wann werden weitere Mittel für Festanstellungen an öffentlichen Musikschulen bereitgestellt, wie lange werden Eltern zukünftig auf einen Musikschulplatz warten müssen? Und wann erfolgt für Amateurmusikensembles endlich die Gleichberechtigung mit dem Sport?
Wir laden Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:
Debatte 1
Zweites Fachgespräch „Öffentliche Musikschulen in Berlin: Wie geht es weiter?“
Seit vielen Jahren setzt sich der Landesmusikrat Berlin für die öffentlichen Berliner Musikschulen ein. Wir fragen nach der bislang erfolgten Umsetzung der in diesem Jahr geplanten Festanstellungen. Welche Pläne gibt es für die kommenden Haushaltsjahre? Und wie wirkt sich die jetzt angekündigte bzw. beschlossene Verlängerung der Übergangsregelung um ein weiteres Jahr bis Ende 2027 aus?
„Öffentliche Musikschulen in Berlin: Wie geht es weiter?“
In Kooperation mit ver.di
Mittwoch, 15. April 2026, 10:30 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin
Auf dem Podium:
Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur
Dennis Haustein, MdA, Sprecher für Bürgerschaftliches Engagement (CDU)
Melanie Kühnemann-Grunow, MdA, Sprecherin für Kultur (SPD)
Es moderiert:
Chris Berghäuser, Vorsitzender des Berliner Musikschulbeirates
Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme hier an.
Debatte 2
#DeineStimmefürMusik
Investition in die Zukunft von Musikschulen und Amateurmusik.
In Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin
Mittwoch, 29. April 2026, 11:00 Uhr (Einlass ab 10:30 Uhr)
Deutsche Oper Berlin, Parkettfoyer
, Richard-Wagner-Straße 10, 10585 Berlin
Auf dem Podium:
Dennis Haustein, MdA, Sprecher für Bürgerschaftliches Engagement (CDU)
Melanie Kühnemann-Grunow, MdA, Sprecherin für Kultur (SPD)
Daniela Billig, MdA, Sprecherin für Kultur (Bündnis 90/Die Grünen)
Elke Breitenbach, MdA, Sprecherin für Bürgerschaftliches Engagement (Die Linke)
Es moderiert:
Chris Berghäuser
Musik:
Musikschule City-West
Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme nach Möglichkeit bis zum 16.4.2026 hier an.
Thema 2
Jour fixe „Musik und Stadt“.
Die Kraft der Schulensembles.
Berlin besitzt zwei erfolgreiche Modellprojekte, die bundesweite Beachtung verdienen: seit 70 Jahren musizieren Berliner Schulensembles im Rahmen der „Musischen Wochen“ einmal im Jahr in der Berliner Philharmonie; seit 50 Jahren wird die Schulform der „Musikbetonten Grundschulen“ ausgebaut. Wie funktionieren diese Erfolgsmodelle, was bewirkt die Ensemblearbeit in der Schule und wie stärken das Musizieren und auch gemeinsame Auftritte die Persönlichkeiten der Schüler:innen?
Diese und weitere Fragen diskutierten am 9. März 2026
Prof. Dr. Ivo Berg, UdK Berlin,
Carl Parma, Präsidiumsmitglied Landesmusikrat Berlin,
Marcel Hopp, MdA (SPD), Sprecher für Bildung,
Lisa Knack, MdA (CDU), Mitglied im Bildungsausschuss,
Birgit Rößner, Tanz in der Schule
Es moderierte Ralf Sochaczewsky, Vizepräsident Landesmusikrat Berlin e.V.
Musik: „JOHANNA AMBIVALENT
Die Auftritte in der Philharmonie gehören zu den prägenden Erlebnissen von Berliner Kindern und Jugendlichen, daran besteht kein Zweifel. Doch wie lassen sich die dahinterstehenden Strukturen – die Musischen Wochen und das einstige Leuchtturmprojekt „Musikbetonte Grundschulen“ in Zeiten von Sparmaßnahmen erhalten und ausbauen? Im Podiumsgespräch zeigte Marcel Hopp auf, wie gerade diese Projekte die Chancen für Kinder aus benachteiligten Familien stärken und plädierte für einen erweiterten Bildungsbegriff, der die musischen Fächer gleichwertig behandle. Ivo Berg erläuterte die Wirkung von Ensemblearbeit in der Schule anhand von Erkenntnissen aus der Motivationspsychologie. (Verbundenheit, Kompetenz- und Autonomieerfahrung). Carl Parma betonte die Sogwirkung gelingender Gemeinschaftsprojekte. Birgit Rößner berichtete aus der Praxis und wies auf die Notwendigkeit von Weiterbildung und Unterstützung gerade jüngerer Lehrkräfte hin. Lisa Knack hingegen sieht die Musik in den Berliner Schulen nicht „unterrepräsentiert“. Stimmen aus dem Publikum widersprachen vehement. Es bleiben offene Fragen: Wer leistet die Ensemblearbeit in Zeiten des eklatanten Lehrkräfte-Mangels sowohl in Schulen als auch in Musikschulen? Und wer in der Politik verteidigt die Errungenschaften, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden?
Hier geht es zur Videoaufzeichnung.
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Instrument des Jahres - Akkordeon
Laut, leise, literarisch Am 13. April 2026 startet in unserer diesjährigen Konzertreihe die Weltreise des Akkordeons, beginnend in Klingenthal! Der „Magier des Akkordeons“ Goran Stevanovich und der Autor Florian Werner zeichnen ein Panorama der sächsischen Kleinstadt, die prägend für die globale Geschichte des Akkordeons war. Die Konzertreihe wird mit einem Familienkonzert zu den Verwandten des Akkordeons – von Mundharmonika bis Sheng – am 31. Mai 2025 und mit dem Galakonzert „Piazzolla Reloaded“ am 12. Juni 2026 fortgesetzt. Ein weiteres Highlight ist das Akkordeon Festival Berlin mit BundesJugendAkkordeonFestival vom 15.-16. Mai 2026 im Estrel Berlin. Interessierte Gäste können Workshops, Ausstellungen und natürlich exzellente Akkordeonmusik erleben! Tickets gibt es hier.
600 Akkordeons – Einladung zum Mitmachen! Noch vor den Sommerferien macht der Landesmusikrat Berlin in Kooperation mit dem Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. eine außergewöhnliche Berliner Akkordeonsammlung öffentlich zugänglich. In mehreren Einkaufszentren werden ausgewählte Instrumente präsentiert – begleitet von Mitmach-Aktionen und Musik. Im März startet dazu ein großes Katalogisierungs-Event im Europa-Center. Dafür suchen wir tatkräftige Unterstützung! Jeder kann Teil dieses besonderen Projekts werden. Zur Anmeldung geht es hier.
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Jugend musiziert Berlin
Weiterspielen, mitmachen Aus den Berliner Regionalwettbewerben im Februar wurden auf Grund ihrer herausragenden musikalischen Leistungen 359 Teilnehmende zum Landeswettbewerb weitergeleitet. Eine Höchstzahl nach einem erneuten Anmelderekord von mehr als 850 Jugendlichen. Am 18. März beginnt der Landeswettbewerb. Ausgeschrieben sind in diesem Jahr die Solo-Kategorien Klavier, Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop), Gitarre (Pop) sowie die Ensemble-Kategorien Kammermusik für Streichinstrumente, Kammermusik für Blasinstrumente, Kammermusik für gemischte Ensembles, Akkordeon-Kammermusik sowie Besondere Besetzungen: Neue Musik. Hinzu kommen Berliner Zusatzkategorien, darunter zum ersten Mal auch „Alte Musik“ als Solo-Kategorie, die mit 17 Teilnehmenden gut nachgefragt ist. Erwartet werden insgesamt 497 Teilnehmer:innen. In diesem Jahr werden während des Landeswettbewerbs fünf attraktive Workshops angeboten. Die Gründerin und künstlerische Leiterin der renommierten Capella de la Torre, Katharina Bäuml, und ihre Ensemblekollegin Hille Wippermann entwickelten eigens für den Landeswettbewerb Jugend musiziert Berlin den Workshop „JAM Sessions“. An zwei Tagen können alle Jugendlichen, die Lust auf Renaissance und Frühbarock haben, zusammen mit ihren (modernen) Instrumenten auf eine Zeitreise gehen und in kleinen Konzerten mit den Capella-Musiker:innen auf der Bühne stehen. Auch die anderen Workshops richten sich keineswegs nur an Jugendliche, die am Landeswettbewerb teilnehmen. Beim Workshop „Neue Musik - Was vom Ohrwurm übrigbleibt“ mit dem Komponisten Eleftherios Veniadis können sogar Jugendliche ab zehn Jahren und Erwachsene mitmachen. Weitere Workshops beschäftigen sich mit dem Umgang mit Lampenfieber und neuen Möglichkeiten (elektronischer) Sound-Erzeugung. Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Workshops sowie die Anmelde-Links finden sich hier.
Der Landeswettbewerb Berlin findet vom 18.-22. März 2026 an mehreren Standorten der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) statt. Alle Vorspiele sind öffentlich.
Das Konzert der Landespreisträger:innen findet am 19. April um 17 Uhr im Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal statt. Tickets gibt es hier.
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Musikalische Stolpersteine
Weill, Wiener, Goldschmidt Drei neue Podcastfolgen der „Musikalischen Stolpersteine“ entstehen im März und April 2026 in Kooperation mit rbb radio3, dem Verein musica reanimata und der berlinHistory.App. Schüler:innen der bilingualen John F. Kennedy Schule in Zehlendorf beschäftigen sich mit dem Komponisten Karl Wiener, der nach einer Schussverletzung einhändig am Klavier komponierte. Am Heinz-Berggruen-Gymnasium in Charlottenburg erkunden Jugendliche Musik und Lebensgeschichte von Kurt Weill, dessen ehemaliges Berliner Wohnhaus in unmittelbarer Nähe des Heinz-Berggruen-Gymnasiums steht. Werk und Leben von Berthold Goldschmidt stehen im Zentrum des Podcast, den Schüler:innen der Albrecht-Dürer-Oberschule in Neukölln erstellen. An der Erarbeitung der Podcast-Folgen sind Jugendliche der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 beteiligt.
Zu hören sind die neuen Folgen im Mai bei radio3 (rbb). Über die ARD Audiothek und die kostenfrei berlinHistory.App können sämtliche Folgen, auch die schon bestehenden 12 Porträts, nachgehört werden. Hier geht es zu den Podcasts.
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Landesjugendorchester Berlin
Fantastique! Liebe, Sehnsucht, Trauer, Freude, Lebenslust. Die französischen Komponisten Francis Poulenc, Claude Debussy, Camille Saint-Saens und Hector Berlioz übersetzen die Bandbreite menschlicher Empfindungen nuancenreich in Musik. Tänzerisch, träumerisch, leidenschaftlich, poetisch. Im Zentrum steht ein Meisterwerk der Programmmusik: Berlioz‘ Symphonie fantastique. In seinem Osterkonzert widmet sich das Landesjugendorchester Berlin Werken voller Passion und Esprit.
Programm:
Francis Poulenc, Suite française d’après Claude Gervaise. Claude Debussy, Première Rhapsodie für Orchester und Klarinette solo in B. Camille Saint-Saëns, Danse Macabre. Hector Berlioz, Symphonie fantastique. Dirigent: Lancelot Fuhry Solistin: Emily Poser
Osterkonzert am 12. April 2026 um 18 Uhr im Konzerthaus Berlin.
Tickets gibt es hier.
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Berliner JugendJazzOrchester (BJJO)
Debüt mit neuer Besetzung Das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) beginnt das Jahr 2026 mit einem neu zusammengestellten Ensemble und einer Probenphase im März. Unter der musikalischen Leitung von Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen erarbeitet das BJJO ein neues Programm. Ihr Debüt gibt die neue Besetzung am 28. März 2026 im Georg-Neumann-Saal der UdK Berlin. Im Mai wird sich das BerlinerJugendJazzOrchester auf dem XJAZZ! Festival präsentieren. Das Zusammenspiel von Jazz und klassischen Orchesterinstrumenten und das Erlernen von Improvisation stehen weiterhin im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit des BJJO. Konzert am 28. März 2026 um 20 Uhr Georg-Neumann-Saal der UdK Berlin Tickets gibt es hier.
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Raumkoordination
Wassermusik Das Jüdische Kulturschiff MS Goldberg erweitert ab sofort die Probenmöglichkeiten für die Berliner Amateurmusikszene. Das ehemalige Frachtschiff Baujahr 1964 bietet heute einen einzigartigen Ort für Musik, Begegnung und kreatives Arbeiten. Unter Deck stehen rund 160 Sitzplätze bereit – ideal für Chöre, Ensembles und kulturelle Formate in außergewöhnlicher Atmosphäre.
Dieser und weitere Räume sind in unserer Raumdatenbank zu finden.
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Musikarbeitsmarkt transnational
Zweite Runde Das Projekt „Musikarbeitsmarkt transnational“ wird fortgesetzt und startet nun in sein zweites Förderjahr in Folge. Auch bietet das Projekt weiterhin ein kostenloses Beratungs- und Unterstützungsangebot für geflüchtete und transnational lebende Musiker:innen zur Integration in den Berliner Musik- und Kulturarbeitsmarkt an. Neu: Beratungen können ab sofort über ein einfaches Online-Buchungstool direkt und unkompliziert vereinbart werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Förderung der Instrumentalen Amateurmusik
Treibstoff: Amateurmusik beim Halbmarathon Am Sonntag, den 29. März 2026 sorgt der Landesmusikrat Berlin wieder für Beats und Vibes beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON. Berliner Amateurmusikensembles, von Blasorchestern bis Samba-Gruppen, stehen an der Strecke und motivieren die Läufer:innen musikalisch.
Weiterbilden: C-Aufbaukurs "Dirigieren" 2026 Nach zwei erfolgreichen Durchgängen des C-Basis-Kurses in den Jahren 2024 und 2025 gibt es in diesem Jahr endlich den Aufbaukurs mit dem Schwerpunkt Dirigieren für die Instrumentale Amateurmusik. Die Teilnehmenden vertiefen ihr theoretisches und praktisches Wissen am Pult. Der Kurs ist dabei für alle offen, die jetzt oder in Zukunft ein Instrumentalensemble leiten wollen und sich in diesem Bereich weiterbilden möchten. Voraussetzung ist ein bereits abgeschlossener C-Basis-Kurs oder der Nachweis eines gleichwertigen Kenntnisstands sowie das Spielen eines Orchesterinstruments. Weitere Informationen finden Sie hier.
Suchen und finden Im amateurMUSIK-ATLAS BERLIN (aMAB) werden Berliner Amateurmusik-Ensembles auf einer interaktiven Karte sichtbar. So entsteht ein Überblick über die Musiklandschaft der Stadt, und neue Mitspieler:innen finden einander leichter. Hier geht es zum neuen Tool.
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Förderung junger Ensembleleiter:innen
Dirigieren lernen - und zwar kostenfrei!
Es ist wieder so weit: Die Anmeldungen für das Projekt „Förderung junger Ensembleleiter:innen“ sind wieder freigeschaltet!
Im Schuljahr 2026 können musikaffine Berliner Schüler:innen im Alter von 15 bis 19 Jahren kostenfrei an drei Wochenenden im Herbst lernen, wie man eine Big Band, einen Chor oder ein Orchester leitet. Das 2018 ins Leben gerufene Projekt des Landesmusikrats Berlin, gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, zielt darauf ab, die Teilnehmenden praxisnah auf die Anforderungen der Ensemblearbeit vorzubereiten und ihre beruflichen Perspektiven zu erweitern. Voraussetzungen sind Notenkenntnisse und das Spielen eines Instruments aus den Bereichen Big Band, Chor oder Orchester. Die Jugendlichen bilden die Ensembles selbst, die sie abwechselnd aus ihren Reihen leiten. Zur Anmeldung geht es hier. Anmeldefrist: 1. Juli 2026.
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Deutscher Harmonika-Verband Landesverband Berlin
Tickets verkauft – Geld weg Es soll ein außergewöhnliches Konzert werden. Denn wann sind schon einmal zwei herausragende Akkordeon-Orchester auf der Bühne der Berliner Philharmonie zu erleben? Das Landes-Akkordeon-Orchester Berlin (LAOB) und das Bundes-Akkordeon-Orchester (BuAkkO) treten am 14. März 2026 um 20 Uhr gemeinsam im Großen Saal der Philharmonie auf. Das Konzert unter dem Titel „accordion united“ ist einer der Höhepunkte im Jahr des Akkordeons. Die Hälfte der Tickets war Ende Februar bereits verkauft. Doch die Einnahmen – rund 12 000 Euro – sind weg. Sie gehen in die Insolvenzmasse des Berliner Ticketverkäufers Koka36 ein. Der Deutsche Harmonika Verband, Landesverband Berlin e.V., gerät durch die Insolvenz des Ticketverkäufers Koka 36 in Finanznot. Für die Veranstalter von „accordion united“ drängt die Zeit. Sicher ist: Das Konzert wird stattfinden: Monatelang haben sich die 70 Akkordeon-Spieler:innen unter der Leitung von Stefan Hippe (BuAkkO) und Silke D'Inka (LAOB) auf ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Zeitgenössische Kompositionen sind ebenso dabei wie Werke von John Williams, Astor Piazzolla und Ottorino Respighi. Um das drohende finanzielle Debakel zu verhindern, bittet der Veranstalter über die Plattform betterplace.org um Spenden. Tickets und weitere Informationen zum Konzert gibt es hier.
Akkordeonfieber – Konzertankündigung Im Konzert von „Accordia 1935 Berlin“ gibt es eine Mischung aus Schlager, Pop, Rock, Klassik, Musical und Originalkompositionen für Akkordeon zu hören. Zu Gast ist zudem das Akkordeonduo „con:trust“ aus Weimar. 19. April 2026, 16 Uhr Ernst-Reuter-Saal im Rathaus Reinickendorf Eichborndamm 215-239, 13437 Berlin
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EKBO Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Arbeitsstelle Kirchenmusik
Singen und feiern Du bist jung und singst im Chor - oder würdest es gern mal ausprobieren? Komm zum Jugendchorfest der Evangelischen Kirche und erlebe einen Tag mit Gleichaltrigen voll Musik und Gesang im großen Chor. Was wird gesungen? Popsongs, die in die Kirche passen. Klassische Chormusik. Lieder, die man einfach mitsingen kann. Los geht es am 24. April 2026 um 10 Uhr mit einer gemeinsamen Probe. Am Nachmittag gibt es eine Auswahl von Workshops. Zudem wird noch einmal mit Band, Klavier und Orgel geprobt, und um 17 Uhr führen wir ein kleines Konzert auf. Um 18 Uhr endet der Tag mit einem Segen. Ein Angebot des CBO (Chorverband der Evang. Landeskirche EKBO) mit Dr. Antje Ruhbaum, Casimir Schäfer und Almut Stümke. Weitere Informationen finden Sie hier.
Jugendchorfest der EKBO Samstag, 25. April. 2026, 10 bis 18 Uhr Markusgemeinde, Karl-Stieler-Str. 8a, 12167 Berlin-Steglitz
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Junges Ensemble Berlin e.V.
Silk Road – Auf den Spuren von Marco Polo Eine musikalische Reise entlang der historischen Seidenstraße – jener Achse zwischen Orient und Okzident, auf der Waren, Ideen und Kulturen aufeinandertreffen. Der Raiders March (Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes, J. Williams) eröffnet den Abend mit Energie und Entdeckergeist. In Scheherazade (N. Rimski-Korsakow) entfalten sich die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht in leuchtenden Orchesterklängen. Alarcóns sinfonische Dichtung „Marco Polo“ schließlich zeichnet die Spuren des venezianischen Reisenden nach und verbindet westliche und östliche Klangwelten. 24. April 2026, 19 Uhr Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin Um 18:30 Uhr wird der Komponist Alarcóns eine Einführung in sein Werk „Marco Polo“ geben. Tickets und Information gibt es hier.
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Landesmusikakademie Berlin
Gegen die Angst Die Diagnose „Demenz“ und die damit verbundenen Veränderungen eines Menschen mit Demenz machen Angst und verursachen häufig Überforderungsgefühle bei allen Beteiligten. Angebote mit Musik helfen, das Gehirn zu aktivieren, Ängste zu reduzieren und nonverbale Kommunikation zu ermöglichen. Sie bekommen in dem Kurs Einblicke in die Realitäten von Menschen mit Demenz und in die Wirkungsweise von Musik auf diese Menschen. Vor allem lernen Sie mit viel Praxis, wie Sie Menschen mit Demenz musikalisch erreichen können. Sie brauchen dazu keinerlei musikalische Vorbildung. „Fortbildung Hilfe, Demenz! Zugang mit Musik“ am 24. April 2026
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Vincentino e.V.
„Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“ Kinder aus drei unterschiedlichen Schulen musizieren gemeinsam unter dem Motto: „Interkultureller Dialog mit Musik“. Der Verein Vincentino e.V. bringt dabei Kinder aus jüdischen und muslimischen Familien zusammen. Die Moderatorin Sandra Maischberger, Vorständin von Vincentino, sagt: „Seit 2020 engagiert sich unser Verein „Vincentino - Kultur stärkt Kinder in Berlin“ mit dem Programm „Andere Lebenswelten kennenlernen – junges jüdisches/arabisches Leben in Berlin“. Jetzt haben wir es trotz aller Ängste, großer Bedenken und Sicherheitsüberlegungen geschafft, Kinder aus drei Schulen für ein gemeinsames Konzert auf eine Bühne zu bringen – aus dem Neuköllner Albrecht-Dürer-Gymnasium, der Jens-Nydahl-Grundschule am Kottbusser Tor in Kreuzberg und dem Moses Mendelssohn Gymnasium in Mitte. Den Schüler: innen hat es zusammen mit den Profi-Musiker: innen aus vielen Ländern großen Spaß gemacht. Dafür hat sich alle Mühe gelohnt, zu zeigen: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren.“
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Empfohlen von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Reporter in Sachen Musik Über die positiven Wirkungen von Musik sind in den letzten Jahren zahlreiche Bücher erschienen. Der Journalist und Buchautor Ullrich Fichtner hat sie alle gelesen und sich zudem im aktuellen Musikleben gründlich informiert. So berichtet er von seinen Beobachtungen auf Kongressen, Festivals und Musikmessen (quer durch alle Sparten und Genres) und teilt seine Eindrücke von Probenbesuchen bei Chören oder Spielmannszügen mit. Lesenswert sind darüber hinaus Fichtners Gedanken zu den musikalischen Orten Elmau und Donaueschingen. In Bremen bewundert er die Vermittlungsarbeit der Philharmoniker, in Montreux lässt er sich das neue Organisationsmodell des Jazzfests erklären („weg von der rein profitorientierten Shareholderkultur“), in Duisburg besucht er Peter Bursch, der mit seinem „Gitarrenbuch“ seit 1975 Millionen Menschen erreicht hat und bis heute Gitarre unterrichtet.
Die Erkenntnisse vom großen Wert der Musik sind nicht neu, doch nach wie vor offensichtlich viel zu wenig bekannt. Mit guten Argumenten fordert Fichtner im Schlussplädoyer „Kleines Geld für große Wirkung“ wesentlich mehr öffentliche Förderung für Musik-(hoch)schulen, Orchester, Chöre, die freie Musikszene und weitere Musikinstitutionen. Nur so könnten alle Teile der Gesellschaft in Städten und auf dem Land profitieren. Das Buch fasst die Studien sowie die derzeitige Situation im Musikleben sehr gut zusammen und wendet sich vor allem an Entscheidungsträger in Politik und Gremien. Nachgelegt wird dann im April bei Kiepenheuer & Witsch mit dem Titel „Macht Musik! Wie Musik uns ein Leben lang trägt und glücklich macht“ von Markus Henrik, bekannt als Dr. Pop. Ullrich Fichtner: Die Macht der Musik: Über ihre Kraft, unser Leben glücklicher und unsere Gesellschaft gerechter zu machen. München: DVA, 2025. 254 S.
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Beats vom Traktor
Jugendliche Rebellion äußert sich immer auch in Musik. In den Betonwüsten der Metropolen ebenso wie in einer konservativen Dorfgemeinschaft in Nordmazedonien. So hat der 15-jährige Schafhirte Ahmet seinen Traktor zu einer rollenden Soundanlage umgebaut, sehr zum Verdruss seines Vaters, der alles unternimmt, um ihm die Freude an den elektronischen Klängen zu nehmen. Doch der Vater-Sohn-Konflikt ist nicht das einzige Spannungsfeld in der Tragikomödie „DJ AHMET“. Auch Ahmets Zuneigung zu einem Mädchen, das mit seinen Eltern aus Deutschland in die alte Heimat zurückgekehrt ist, stößt bei den Familien auf erbitterten Widerstand. Wie die Musik in solcher Lage zum Rettungsanker wird, erzählt Regisseur Georgi M. Unkovski in sanft leuchtenden Bildern und mit viel schrägem Humor. „Im Kern geht es in DJ AHMET um das zutiefst menschliche Verlangen, sich selbst auszudrücken, und darum, wie Kunst – in diesem Fall die Musik – zu einem Rückzugsort, aber auch zum Katalysator für Veränderung wird“, sagt der Regisseur. In Kooperation mit Neue Visionen Filmverleih vergeben wir 3 x 2 Freikarten über Social Media. DJ AHMET Im Kino ab 19. März 2026 Regie: Georgi M. Unkovski Musik komponiert von: Alen Sinkauz und Nenad Sinkauz Nordmazedonien, 99 Minuten
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Landesmusikrat Berlin e.V.
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Zwei Bundesfreiwillige gesucht
Beginn 1. September 2026 Bewerbungsschluss: 30. April 2026
Du liebst Musik. Und Du willst etwas dafür tun, dass Musik den gesellschaftlichen Stellenwert hat, den sie verdient. Du möchtest wissen, wie man Events, Konzerte und große Veranstaltungen organisiert. Dich interessiert, wie Kulturpolitik und Öffentlichkeitsarbeit funktionieren.
Dies und vieles mehr kannst Du als Bundesfreiwillige/ Bundesfreiwilliger beim Landesmusikrat Berlin e.V. kennenlernen. Als Teil eines tollen Teams in unserem schönen Büro mitten in Berlin-Neukölln.
Bei uns könnt ihr in verschiedenen Bereichen tätig werden! Wir bieten zwei Stellen mit folgenden möglichen Schwerpunkten: Jugend musiziert, Amateurmusik und Presse-, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit/Jugendensembles.
Arbeitsbeginn ist der 1. September 2026. Bitte bewirb Dich bis zum 30. April 2026 mit einem tabellarischen Lebenslauf und einem kurzen Anschreiben bei Franziska Stoff, Generalsekretärin Landesmusikrat Berlin e.V.
Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen. E-Mail: stoff@landesmusikrat-berlin.de Weitere Informationen
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Instrument des Jahres - Akkordeon 14. März 2026 accordion united. Konzert Landes-Akkordeon-Orchester Berlin und Bundes-Akkordeon-Orchester 13. April 2026 Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur. „Weltmeister aus Klingenthal“ 14. bis 17. Mai 2026 Akkordeon-Festival Berlin und BundesJugendAkkordeonFestival 12. Juni 2026 Global Sound Stories: Akkordeon trifft Literatur. „Piazzolla reloaded“
Berliner JugendJazzOrchester 28. März 2026 Debüt der neuen Besetzung
Landesjugendorchester Berlin 12. April 2026 Osterkonzert
Jugend musiziert Berlin 18. bis 20. März 2026 Landeswettbewerb mit Workshops 19. April 2026 Konzert der Landespreisträger:innen
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Bildnachweise: Bild 1: Gerold Rebsch. Bild 2: Nassim Rad. Bild 3: LMR/Kasan. Bild 4: Werner Stevanovich. Bild 5: Lenny Rothenberg. Bild 6: Bundesarchiv_Bild_146-2005-0119_Kurt_Weill. Bild 7: Tommi Aittala. Bild 8: Simon Fabel. Bild 9: Peter Sauerbaum. Bild 10: Simon Chmel. Bild 11: LMR/Kasan. Bild 12: Lenny Rothenberg. Bild 13: Ronja Löbnitz. Bild 14: Niklas Dörr. Bild 15: Universität der Künste Berlin. Marketing. Bild 16: Jule Halsinger. Bild 17: Shutterstock. Bild 18: Vincentino e.V.. Bild 19: Deutsche Verlags-Anstalt (DVA). Bild 20: Neue Visionen Filmverleih.
Impressum
Landesmusikrat Berlin e.V., Karl-Marx-Str. 145, 12043 Berlin Redaktion: Christina Bylow, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: bylow@landesmusikrat-berlin.de
Vertretungsberechtigt: Hella Dunger-Löper (Präsidentin) und Ralf Sochaczewsky (Vizepräsident)
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Hella Dunger-Löper (Präsidentin)
Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg
Registernummer: VR 6266 NZ
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