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BERLINER RESONANZEN
Der Newsletter des Landesmusikrats Berlin e.V.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zunächst wünsche ich Ihnen noch alles Gute für das neue Jahr. Wir haben es am 22. Januar mit einer Auftaktveranstaltung und Pressekonferenz zum Instrument des Jahres – Akkordeon vor mehr als hundert Gästen eröffnet. Die Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson bekam traditionell ihren ersten Akkordeon-Unterricht von unserer Schirmherrin Prof. Claudia Buder und widmete dem Akkordeon poetische Worte: „Warum passt das Akkordeon so gut zu Berlin? Weil es – genau wie diese Stadt – von Luft, Druck und Bewegung lebt. Es kann rau und laut sein wie eine U-Bahn-Station und zugleich zart und melancholisch wie ein Sommerabend am Landwehrkanal.“ Das ganze Jahr 2026 hindurch werden wir das Akkordeon in seinem enormen Facettenreichtum feiern. Dazu gehört eine Konzertreihe, in der sich exzellente Autor:innen und Akkordeon-Virtuos:innen begegnen ebenso wie eine lebendige Ausstellung mit dem Titel „600 Akkordeons. Eure Geschichten. Unser Berlin“, die mehrere Berliner Einkaufspassagen bespielen wird.
Das Akkordeon ist seit seiner Erfindung fester Bestandteil der Amateurmusik. Damit baut es eine Brücke zu einem weiteren Schwerpunkt des Landesmusikrats Berlin: Das Jahr 2026 haben wir zum Jahr der Amateurmusik ausgerufen. Anlass war das sensationelle Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung: 38 Prozent der Berlinerinnen und Berliner machen in ihrer Freizeit Musik. Sie singen, spielen ein Instrument oder musizieren digital. Damit sind wir in Berlin musikalisch doppelt so aktiv wie der Bundesdurchschnitt. Schirmherr für das Jahr der Amateurmusik ist Lorenz Maroldt, Herausgeber des „Tagesspiegels“. Zusammen mit Hella Dunger-Löper, Präsidentin des Landesmusikrats Berlin, wird er das Jahr der Amateurmusik am 18. Februar um 11 Uhr im Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“ eröffnen. Die Pressekonferenz, unter anderem mit „Spiegel“-Autor Ullrich Fichtner, steht am Beginn einer ganzen Reihe von Diskussionspodien, Veranstaltungen und Workshops, die alle das Ziel haben, den Fokus auf diesen Bereich zivilgesellschaftlichen Engagements zu legen, der in seiner Bedeutung für die Gesellschaft bisher nur unzureichend erfasst wird. Darüber hinaus können Sie sich auch in diesem Jahr auf unsere besonderen Konzerte und musikalischen Angebote freuen. Etwa auf Osterkonzert des Landesjugendorchesters am 12. April im Konzerthaus Berlin mit einem französischen Programm. Der Ticket-Verkauf hat schon begonnen!
Herzliche Grüße
Ralf Sochaczewsky Vize-Präsident des Landesmusikrats Berlin e.V.
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„Die Kulturlandschaft Deutschlands ist wie ein Regenwald“
Im Gespräch mit Prof. Claudia Buder
Die Berliner Botschafterin für das Akkordeon-Jahr ist fasziniert von der Vielseitigkeit ihres Instruments und bewegt sich somit in unterschiedlichen Genres. Als Solistin gastierte sie unter anderem bei der Königlichen Philharmonie Stockholm, den Wiener Philharmonikern und dem BBC Symphony Orchestra bei den Proms. In Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten wie Rebecca Saunders, Annette Schlünz, HK Gruber, Georg Katzer und anderen brachte sie zahlreiche Kompositionen zur Uraufführung. Mit dem Ensemble klangwerk am bauhaus realisiert sie Programme in unterschiedlichsten Besetzungen. Claudia Buder ist Professorin für Akkordeon an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Eine weitere Passion Claudia Buders sind japanische Kampfkünste. Immer wieder verbindet sie beides, Musik und Budō.
Welches musikalische Erlebnis hat Sie zuletzt begeistert? Das gemeinsame Improvisieren mit unterschiedlichen Ensembles in der ImproVision am 9. Januar 2026!
Wie Sind Sie selbst zum Akkordeon gekommen? Mit einem Klassiker: Meine Mutter spielte Akkordeon … Auf meinem Weg haben mich immer auch Vorbilder inspiriert, und ich bin dankbar, dass ich diese erleben durfte.
Das Akkordeon wird immer noch nicht in seiner Vielseitigkeit wahrgenommen. Wie wollen Sie als Botschafterin dazu beitragen, dass sich das ändert? Entwicklung braucht Zeit; auch die Entwicklung von Hörgewohnheiten. Schon Bach hat das in seinem Jahrhundert als Komponist erlebt. Ich werde also unermüdlich dafür werben, mit offenen Ohren die Welt zu hören und mich dafür einsetzen, klangliche Qualitäten – unabhängig von stilistischen Richtungen – wahrzunehmen. Die Kulturlandschaft Deutschlands ist wie ein Regenwald – sie ist unser Regenwald! Bislang einzigartig in der Vielfalt und im Artenreichtum. Es hat einen Grund, warum so viele Komponistinnen und Komponisten in Deutschland neue Werke und Werte schaffen. Setzen wir uns dafür ein, dass wir diesen Schatz unserer Kultur lebendig weiterentwickeln! Es geht nur gemeinsam!
Das Lehren ist für Sie Berufung. Welche Haltungen und Werte wollen Sie Ihren Studierenden für den künftigen Beruf mitgeben? Ein Funke kann nur überspringen, wenn er brennt. Egal in welchem Bereich – die Hingabe für das, was ich tue, ist von entscheidender Bedeutung. Mit meiner Berufung folge ich einem Ruf, und ich wünsche jedem Menschen, dass er herausfindet, welcher Ruf das ist. Als Pädagogin begleite ich junge Menschen auf ihrem Weg. Es gilt, ihre Stärken zu entwickeln und zu fördern! Das darf jedem Lehrenden klar sein.
Welche Berufsmöglichkeiten haben Hochschul-Absolventinnen und -absolventen im Fach Akkordeon? Je nach Prägung unterschiedliche: Natürlich spielend, solistisch wie auch im Ensemble, dies übrigens zumeist freiberuflich. Die Zahl der Akkordeon-Parts in Orchesterwerken wächst mittlerweile ins Unüberschaubare. Es wäre wünschenswert, mehr Ensembles wie etwa das Klangforum Wien zu erleben, in denen das Akkordeon als fester Bestandteil integriert ist. Quasi als neues Sinfonieorchester! Ja, und das Lehren stellt eine essenzielle Aufgabe in einer Gesellschaft dar, denn die nachfolgende Generation wird durch die Weitergabe unseres Wissens geprägt. Es liegt in unserer Verantwortung was, und wie wir etwas weitergeben. Und dann gibt es ja inzwischen die erstaunlichsten Berufsformate, so dass sich Akkordeonisten zwischen Design, Kunst und Kommunikation überall finden lassen.
Sie haben fast dreißig Bundespreisträger:innen beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert musikpädagogisch begleitet. Welche Rolle spielt Jugend musiziert für den Akkordeon-Nachwuchs? Nun, wir wissen um die Unvereinbarkeit von künstlerischer Qualität und maß- oder massengeschneiderter Wertung. Und doch, der Mensch entwickelt sich über den Vergleich (auch wenn Vergleiche letztlich kein Glück bringen …) und über die Zielsetzung. Es gilt, Dinge in einem bestimmten Zeitabschnitt auf den Punkt zu bringen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wettbewerbe mit ihren Anforderungen die Qualitätsstandards beeinflussen können, zum Beispiel werden Pflichtstücke plötzlich häufiger gespielt - und mit einem gewissen Verständnis können Niederlagen manchmal sogar weiterführender wirken als Erfolge. In einer Biografie gibt es gute Zeitfenster für Wettbewerbe, die wir dann aber getrost wieder verlassen dürfen.
Sie haben als Solistin mit herausragenden Sinfonieorchestern gespielt. Warum hören wir das Akkordeon so selten als Soloinstrument mit klassischen Sinfonieorchestern? Und – sind zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten dem Instrument gegenüber offener eingestellt? Da ist dieser Ruf nach dem Markt und der Masse. Warum Akkordeon? Schauen wir uns die etablierten Konzerthäuser an: Wer wagt sich aus dem Kreis des Klaviers und der Violine, auch des Cellos heraus? Wo erleben wir Solo-Konzerte für Kontrabass oder Fagott? Wie viele Konzertkarten verkaufen sich bei einer entsprechenden Ankündigung? Unser Akkordeon-Pionier Hugo Noth sagte einmal treffend: „Wir müssen nicht nur hervorragende Solisten ausbilden, sondern auch ein Publikum, welches in der Lage ist, Qualitäten wahrzunehmen.“ Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile wirklich mannigfaltige Konzerte für Akkordeon mit Sinfonieorchestern. Wir bubblen nur inzwischen so zahlreich, dass nicht alle Bubbles Aufmerksamkeit erreichen, oder haben Sie von der letzten Uraufführung eines Akkordeon-Konzertes in Mexico gehört? Und zur zweiten Frage: Ein klares Ja! Die meisten Komponistinnen und Komponisten sind auf der Suche nach neuen Klängen und begeistert davon, welche Klangmischungen mit dem Akkordeon entstehen können.
Sie haben zahlreiche Werke uraufgeführt. Möchten Sie von einer besonderen Erfahrung dabei berichten? Zum Beispiel mit Rebecca Saunders? Bei der ersten Begegnung mit Rebecca Saunders - mmh … vor Jahrzehnten mit dem Ensemble Modern- hat mich die vielschichtige Feinsinnigkeit ihres Klanges unendlich fasziniert. Ihre Musik war für mich wie ein schillernder Kristall für die Ohren – ich wollte einfach mehr und tiefer hören! Unvergesslich wird für mich auch die Donaueschinger Uraufführung von Mark Andres Komposition „rwḥ 1“ mit dem Ensemble Resonanz sein, die dem Tod seines Vaters gewidmet ist. Das Erleben dieser Klangsphären war quasi überirdisch.
Sie betreiben die japanische Kampfkunst Aikido, organisieren Seminare dazu, spielen zu Aikido-Filmszenen. Was verbindet Aikido mit dem Musikmachen? Es geht um den Weg unseres Menschseins. Wonach suchen wir? Wonach streben wir? Das Körperliche, Materielle ist endlich in dieser Welt. Das Geistige geht darüber hinaus. Im täglichen Üben schulen wir das Körperliche – eine grundlegende Voraussetzung für jegliche Künste – damit der Geist sich darin frei bewegen kann. Das ist der Treffpunkt von Musik und Budo. Wir erleben ja auch, wie alles mit allem zusammenhängt.
Interview: Christina Bylow
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Hauptstadt der Amateurmusik
Thema 1: 38 Prozent der Berliner:innen singen oder musizieren in der Freizeit
Das hat das Institut für Kulturelle Teilhabeforschung in einer neuen Studie, die am 15. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, herausgefunden. Damit handelt es sich um die größte zivilgesellschaftliche Gruppe nach den Freizeit-Sportlerinnen und -Sportlern. In Folge dieses sensationellen Resultats hat der Landesmusikrat Berlin das „Berliner Jahr der Amateurmusik“ ausgerufen. Wir freuen uns, dass wir den Herausgeber des „Tagesspiegels“, Lorenz Maroldt, als Schirmherrn gewinnen konnten.
Zur Pressekonferenz und Auftaktveranstaltung am 18. Februar 2026 um 11 Uhr im Theater-Kabarett „Die Stachelschweine“ im Europa-Center, Tauentzienstr. 9-12, 10789 Berlin sind Sie herzlich eingeladen.
Auf dem Podium sind:
Prof. Dr. Vera Allmanritter, Leiterin des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung Ullrich Fichtner, Autor neuen Buches: „Die Macht der Musik“ Andreas Geisel, MdA, Senator a.D., SPD, Stellvertretender Vorsitzender des Hauptausschusses, Mitglied im Kulturausschuss Dennis Haustein, MdA, CDU, Sprecher für Ehrenamtliches Engagement und Mitglied im Hauptausschuss Petra Merkel, Präsidentin des Chorverband Berlin e.V. Till Schwabenbauer, Vorsitzender des Berlin-Brandenburgischen Liebhaberorchesterverbands e.V. Friedhard Teuffel, Direktor des Landessportbundes Berlin e.V. Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats e.V.
Moderation: Lorenz Maroldt und Hella Dunger-Löper.
Musik: Balkan Sounds Hier geht es zur Anmeldung.
Thema 2: Auf dem Weg zu einem Kulturfördergesetz
Seit April 2025 arbeiteten über 120 Akteur:innen der Berliner Kulturlandschaft in einem breit angelegten Beteiligungsprozess an Inhalten, die eine fundierte Grundlage für ein kommendes Berliner Kulturfördergesetz bilden. Die jetzt auf 150 Seiten vorliegenden Zwischenergebnisse sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Gesetz, das in Zeiten von Haushaltskürzungen und Debatten über Entscheidungsfindungen wichtiger denn je erscheint.
Am 9. Februar wird das Buch im Deutschen Theater vorgestellt, mit dabei ist Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist hier möglich.
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Instrument des Jahres
Es atmet, flüstert, weint und wütet Vor mehr als 100 Gästen wurde am 22. Januar 2026 das Jahr des Akkordeons mit einer feierlichen Pressekonferenz eröffnet. Um den Facettenreichtum dieses Instruments zu beleuchten, hatte der Landesmusikrat Berlin Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen geladen. Das Resultat: Ein Vormittag voller Liebeserklärungen an ein einzigartiges Harmonika-Instrument, informativ, nachdenklich, unterhaltsam – und sehr musikalisch. Mitwirkende: Sarah Wedl-Wilson, Hella Dunger-Löper, Prof. Claudia Buder, Dr. Rebecca Wolf, Dr. Emanuele Marconi, Nils Busch-Petersen, Anna-Katharina Schau, Philipp Höning, Dieter Plinke. Die Musik kam von Gert Anklam, Sheng, Claudia Buder, Akkordeon, einem Trio Berliner Schülerinnen, (Violine, Cello, Akkordeon) und vom Akkordeonorchester Euphonia Berlin. Die Medien berichteten ausführlich. Einige Pressestimmen und weitere Informationen finden sich hier.
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Musikalische Stolpersteine
Schönhaus, Dymont, Translateur rbb radio 3 sendet im Februar drei Podcastfolgen der „Musikalischen Stolpersteine“. Vorgestellt werden die Komponisten Cioma Schönhaus, Jakob Dymont und Salo Siegfried Translateur. Eine Klasse des Arndt-Gymnasiums traf die Söhne von Cioma Schönhaus zum Gespräch. Schüler:innen der Wolfgang-Borchert-Schule Spandau stellten dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner in dessen Büro ihr Projekt über den Komponisten Siegfried Translateur vor. Die Schüler:innen des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums setzten sich mit der Lebensgeschichte von Jakob Dymont auseinander, der 1895 aus Litauen nach Berlin kam und als Synagogenmusiker die osteuropäisch-jüdische Tradition mit modernen westeuropäischen Musikformen verband. Im Jahr 1938 gelang ihm die Flucht nach New York.
Im Februar beginnt am Heinz Berggruen-Gymnasium die Erarbeitung eines Musikalischen Stolpersteins zum Komponisten Kurt Weill. Die nächsten Ausstrahlungstermine bei rbb radio 3, jeweils um 12 Uhr: 10.2.26 Cioma Schönhaus 17.2.26 Jakob Dymont 24.2.26 Siegfried Translateur
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Berliner JugendJazzOrchester (BJJO)
Debüt mit neuer Besetzung Das Berliner JugendJazzOrchester (BJJO) beginnt das Jahr 2026 mit einem neu zusammengestellten Ensemble und einer Probenphase im März. Unter der musikalischen Leitung von Fabia Mantwill und Nicolai Thärichen erarbeitet das BJJO ein neues Programm. Ihr Debüt gibt die neue Besetzung am 28. März 2026 im Georg-Neumann-Saal der UdK Berlin. Im Mai wird sich das BerlinerJugendJazzOrchester auf dem XJAZZ! Festival präsentieren. Das Zusammenspiel von Jazz und klassischen Orchesterinstrumenten und das Erlernen von Improvisation stehen weiterhin im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit des BJJO. Konzert am 28. März 2026 um 20 Uhr Georg-Neumann-Saal der UdK Berlin Tickets gibt es hier.
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Landesjugendorchester Berlin
À la française
Vorhang auf für große Gefühle! Liebe, Sehnsucht, Trauer, Freude, Lebenslust. Die französischen Komponisten Francis Poulenc, Claude Debussy, Camille Saint-Saens und Hector Berlioz übersetzen die Bandbreite menschlicher Empfindungen nuancenreich in Musik. Tänzerisch, träumerisch, leidenschaftlich, poetisch. Lassen Sie sich von impressionistischen Klangfarben ebenso verzaubern wie von einem Meisterwerk der Programmmusik: Berlioz‘ Symphonie fantastique. In seinem Osterkonzert widmet sich das Landesjugendorchester Berlin Werken voller Passion und Esprit. Programm: Francis Poulenc, Suite française d’après Claude Gervaise Claude Debussy, Première Rhapsodie für Orchester und Klarinette solo in B Camille Saint-Saëns, Danse Macabre Hector Berlioz, Symphonie fantastique Dirigent: Lancelot Fuhry Solistin: Emily Poser
Osterkonzert 12. April 2026 um 18 Uhr Konzerthaus Berlin Tickets gibt es hier.
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Förderung der Instrumentalen Amateurmusik
Ran an die neuen Tools Passend zum Berliner Jahr der Amateurmusik unterstützt der Landesmusikrat die Berliner Amateurmusikszene auf einzigartige Weise. Nicht nur geht das Förderprogramm „Instrumentale Amateurmusik“ nahezu unverändert in die dritte Runde, auch wird es endlich einen C-Aufbau Kurs mit der Fachrichtung „Dirigieren“ geben. Zusammen mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband konnten wir außerdem wieder zehn WIR-KLANG Konzerte auf den Weg bringen und auch die Laufevents rund um den BMW BERLIN-MARATHON und den GENERALI BERLINER HALBMARATHON werden von uns wieder mit viel Musik ausgestattet. Zudem werden auf der Website des Landesmusikrats Berlin drei neue Tools für die Amateurmusikszene Berlins freigeschaltet, die dabei unterstützen werden, neue Menschen auf ihr Ensemble aufmerksam zu machen – sowohl neues Publikum als auch neue Mitspieler:innen: Mit dem Konzertkalender VIVACE können Konzerte der Amateurmusikszene beworben werden, mit der conTAKT-Börse lässt es sich nach Ensembles, musikalischen Leitungen oder neuen Mitspieler:innen suchen und mit dem neuen Amateurmusik-Atlas Berlin können Interessierte problemlos herausfinden, welche Ensembles es in der Nähe gibt. Weitere Informationen gibt es hier.
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Raumkoordination
Location: Kirche Wir freuen uns über einen besonderen Neuzugang aus Berlin-Friedrichshain: Die Galiläakirche. Der neugotische Kirchenbau bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Musik, Proben, Aufnahmen und künstlerische Projekte. Als unabhängiger Veranstaltungsort steht die Kirche Ensembles, Chören und kreativen Initiativen offen und erweitert das Angebot an inspirierenden Probenräumen in Berlin. Hier geht es zur Raumdatenbank.
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Chorverband Berlin e.V.
Heimat finden Das zweite Sonntagskonzert des Chorverbandes Berlin im Kammermusiksaal findet am 1. Februar 2026 statt und trägt den Titel: FLUCHT HOFFNUNG HEIMAT. Drei Berliner Chöre gestalten ein Konzertprogramm vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins, das schon immer Fluchtziel oder Ausgangsort war, und vielen, die kamen, zur Heimat wurde und weiterhin wird. Es singen con forza Kreuzberg, der Hanns-Eisler-Chor Berlin und der neue chor berlin.
Konzertbeginn im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin ist um 15:30 Uhr, Online-Tickets gibt es hier.
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Staatliches Institut für Musikforschung – Musikinstrumenten-Museum
Stadtpfeifer und musizierende Prinzessinnen Schon vor 600 Jahren war in Berlin musikalisch viel los. Die Kurfürsten ließen sich von Chorknaben, Stadtpfeifern und Hofmusikern unterhalten. Rund 200 Jahre später war das Berliner Hoforchester eines der größten und berühmtesten in ganz Europa. Doch dann kam der „Soldatenkönig“ und entließ alle Musiker. Zum Glück liebten seine Kinder die Musik. Besonders Prinzessin Wilhelmine von Bayreuth und ihr Bruder Friedrich – der spätere Friedrich der Große – sorgten dafür, dass das Orchester wieder spielte und neue Glanzzeiten erlebte. Das Musikinstrumenten-Museum lädt Kinder und Familien auf eine musikalische Entdeckungsreise durch das alte Berlin ein. Mit Museums-Guide Gaby Bultmann, spannenden Geschichten vom preußischen Hof und natürlich jeder Menge Musik.
21. Februar 2026 16 bis 16:30 Uhr Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung, Ben-Gurion-Straße 1, 10785 Berlin Weitere Informationen finden Sie hier.
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Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Hier beepts! Jeden Monat können Sie in unserer Reihe „Beep | Wir machen elektronische Musik“ an der Seite von Klangprofis elektronische Musikinstrumente kennenlernen, ausprobieren und vielleicht sogar in eine experimentelle Jam Session geraten. Amerika-Gedenkbibliothek. PopUp Gruppenraum 3 Am 1. Februar 2026, 13 bis 15 Uhr Zum Veranstaltungskalender geht es hier.
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Landesmusikakademie Berlin e.V.
Familiär und therapeutisch Die Landesmusikakademie hat im März zwei spannende Angebote im Programm. Erstens: Die beliebten FAMILY MUSIC DAYS am 7. und 8. März 2026. Hier treffen Vibrationen auf Emotionen; es schwingen die Melodien und treiben die Beats, mal tief und schwer, mal subtil und fein in familiärer Gemeinsamkeit. Chöre gestalten Konzertprogramme im Wechsel mit sinfonischen Orchestern und Jugendbands aus Berliner Schulen und Musikschulen. Und das Akkordeon als „Instrument des Jahres“ ist auch dabei! Weitere Informationen finden Sie hier. Musik baut Brücken – auch im hohen Alter. Der Lehrgang „Musikgeragogik – Musik mit älteren Menschen“ vermittelt praxisnahes Wissen, um Musik gezielt in Pflege, Betreuung und sozialer Altenarbeit einzusetzen. Der Lehrgang richtet sich an Fachkräfte in Pflege, sozialer Arbeit und Musikpädagogik. Er findet in Kooperation mit der Fachhochschule Münster statt und bietet die Möglichkeit zur Zertifizierung. Anmeldeschluss: 05.03.2026 | Dauer: 8 Module. Anmeldung
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IAML Deutschland
Stilles Arbeiten in „Venedig“ Nach kurzer Schließzeit öffnete Anfang Januar 2026 der Musiklesesaal der Staatsbibliothek zu Berlin im Haus Unter den Linden wieder. Er befindet sich nun im Lesesaal „Venedig“, nicht mehr im Lesesaal „Wien“. Der Hintergrund: Forschende, die mit schützenswerten Materialien aus den Gebieten Musik oder Historische Drucke arbeiteten, konnten dies zuvor in den Lesesälen „Wien“ oder „Venedig“ tun; jedoch waren beide Säle auch für die allgemeine Nutzung geöffnet. Dies sorgte für eine gewisse Unruhe. Mit dem Saal „Venedig“ gibt es nun einen Forschungslesesaal, der ausschließlich für die stille Arbeit mit hochwertigen historischen Musikquellen vorgesehen ist.
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Deutscher Harmonika Verband - Landesverband Berlin e.V.
Starkes Doppel Zwei bedeutende Akkordeon-Orchester Deutschlands teilen sich eine Bühne. Das Landes-Akkordeon-Orchester Berlin (LAOB) unter der Leitung von Silke D'Inka und das renommierte Bundes-Akkordeon-Orchester (BuAkkO) unter der Leitung von Stefan Hippe laden zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis ein – mitten im Herzen Berlins! Es gibt ein abwechslungsreiches Programm voller Emotion, Virtuosität und Klangfülle – von Filmmusik über zeitgenössische Werke bis zu großer sinfonischer Dichtung. Konzert accordion united 14. März 2026 20 Uhr Philharmonie Berlin (Großer Saal) Herbert-von-Karajan-Straße 1 10785 Berlin Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.
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Universität der Künste Berlin (UdK Berlin)
Winterkonzert mit Pianist Wataru Hisasue Das Symphonieorchester der UdK Berlin lädt zum Winterkonzert 2026: Unter der Leitung von Harry Curtis spielt es Werke von Hindemith, Brahms und W. A. Mozart. Aufgrund der erfreulich hohen Nachfrage wird auch die Generalprobe für interessiertes Publikum geöffnet. Der Solist des Klavierkonzerts ist mit Wataru Hisasue, Studierender der Klavierklasse Prof. Klaus Hellwig, ein vielfach prämierter Pianist, der erst kürzlich den 2. Preis der renommierten Queen Elisabeth Competition in Brüssel gewann. Paul Hindemith: Sinfonische Metamorphosen nach Themen von Carl Maria von Weber Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 503 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Winterkonzert und öffentliche Generalprobe Wataru Hisasue, Klavier Symphonieorchester der UdK Berlin Harry Curtis, Leitung Eintritt frei 30. Januar 2026 10 bis 13 Uhr Konzertsaal der UdK Berlin, Hardenbergstr./ Ecke Fasanenstr. 10623 Berlin Weitere Informationen finden Sie hier.
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Empfohlen von Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Witz und Weisheit
Der Akkordeonspieler in der Geschichte von Marie-Luise Scherer ist ein Musiker aus dem nördlichen Kaukasus, der nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der Neunzigerjahre sein Glück als Straßenmusikant in Berlin sucht. Seine Erlebnisse und Anstrengungen beleuchtet die Autorin in einer farbigen und präzisen Sprache. Sie folgt dem Protagonisten tausende Zugkilometer von Osteuropa nach Berlin und schildert beispielsweise seine Familie daheim, seine speziellen Privatunterkünfte in Berlin oder die Szenerie der Auslosung von BVG-Spiellizenzen für U-Bahnhöfe morgens in aller Herrgottsfrühe am Kleistpark. Das Akkordeon steht nicht allzu sehr im Mittelpunkt, doch die bizarren, abgründigen, mit Empathie und Witz erzählten Begebenheiten sind eine sehr lohnende Lektüre, ebenso wie der Blick auf die Schicksale solcher oft übersehenen Musiker. Marie-Luise Scherer (1938-2022) war eine vielfach ausgezeichnete SPIEGEL-Reporterin und Schriftstellerin. „Der Akkordeonspieler“ erschien 2003 in einem Band mit weiteren ihrer Reportagen im Aufbau-Verlag. 2023 wurde er in der Friedenauer Presse neu veröffentlicht und mit einem lesenswerten Nachwort von Petra Morsbach ergänzt, in dem sie ihre exzentrische Schriftstellerkollegin porträtiert und deren „mit Witz und Weisheit angereicherten, blitzenden Scherer-Sound“ würdigt.
Marie-Luise Scherer: Der Akkordeonspieler / Mit einem Nachwort von Petra Morsbach. Berlin: Friedenauer Presse, 2023. – 177 S.
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Berlinale loves Music
Bald ist Berlinale-Zeit. In diesem Jahr finden die Internationalen Filmfestspiele Berlin zwischen dem 12. und dem 22. Februar statt. Die Berlinale war immer auch ein Forum für großartige Musikfilme. Dokumentarisch, fiktional oder beides zugleich. Im Wettbewerb um den Goldenen Bären läuft nun der vielversprechende Film „Everybody Digs Bill Evans“ von Grant Gee mit Anders Danielsen Lie, Bill Pullman, Laurie Metcalf. Auf der Berlinale feiert er seine Weltpremiere. Die Story laut Berlinale-Ankündigung: „Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verliert Jazzpianist Bill Evans seinen Bassisten und Seelenverwandten LaFaro durch einen tragischen Autounfall. Der Film zeigt das Innenleben eines musikalischen Genies, das lernen muss, dass zur Musik auch Pausen gehören.“ Informationen zum Berlinale-Programm gibt es hier.
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Musikpolitik 09. Februar 2026 Wir.Sind.Kultur. Präsentation und Gespräch – auf dem Weg zu einem Berliner Kulturfördergesetz 18. Februar 2026 Auftakt zum Berliner Jahr der Amateurmusik 09. März 2026 Jour fixe „Musik und Stadt“
Landesjugendensemble Neue Musik 30. Januar 2026 play_ful Workshop mit dem Stegreif.Orchester
Jugend musiziert Berlin 14.-15. Februar 2026 Regionalwettbewerb Berlin Mitte 20.-22. Februar 2026 Regionalwettbewerb Berlin Nord 21.-22. Februar 2026 Regionalwettbewerb Berlin Süd 18.-22. März 2026 Landeswettbewerb Berlin
Jugendensemble Alte Musik 20. März Jam-Sessions im Rahmen von Jugend musiziert Berlin
Berliner JugendJazzOrchester 28. März 2026 Konzert mit neuer Besetzung
Landesjugendorchester Berlin 12. April 2026 Osterkonzert
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Bildnachweise: Bild 1: Stephan Röhl. Bild 2: Guido Werner. Bild 3: Gerold Rebsch. Bild 4: Stephan Röhl. Bild 5: Privatbesitz Sascha Schönhaus. Bild 6: Simon Fabel. Bild 7: Tommi Aittala. Bild 8: LMR/Kasan. Bild 9: Tolga Tolun. Bild 10: Stephan Röhl. Bild 11: Jörg Joachim Riehle. Bild 12: ZLB . Bild 13: Karsten Kutza. Bild 14: SBB-PK Julia Neumann. Bild 15: Ronja Löbnitz. Bild 16: Jakob Tillmann. Bild 17: Friedenauer Presse. Bild 18: Shane o`Connor 2026 Cowtohn Pictures_Hot Property.
Impressum
Landesmusikrat Berlin e.V., Karl-Marx-Str. 145, 12043 Berlin Redaktion: Christina Bylow, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Landesmusikrat Berlin e.V.
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